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Abwärtstrend : Wattenbek wie eine Pralinenschachtel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Handball-Oberliga der Frauen kassierte der TSV im Nachholspiel gegen den Lauenburger SV beim 27:29 (13:13) die zweite Niederlage in Folge.

Nach zuvor zwei Siegen in Serie haben die Oberliga-Handballerinnen des TSV Wattenbek am Mittwochabend ihre zweite Niederlage in Folge kassiert. Mit 27:29 (13:13) mussten sich die „Peitschen“ dem in der Tabelle hinter ihnen platzierten Lauenburger SV geschlagen geben. Nach der bitteren 30:35-Pleite gegen das Kellerteam HSG Tarp-Wanderup am Wochenende zuvor hatte die Sieben von Trainer Lars Ohmsen darauf gehofft, im Nachholspiel wieder zurück in die Spur zu finden. Doch daraus wurde nichts. „Bei meiner Mannschaft ist es momentan so wie bei der berühmten Pralinenschachtel: Man weiß nie, was drin steckt“, sagte Wattenbeks Coach nach der Niederlage enttäuscht: „Immerhin war das schonmal eine Steigerung zum vergangenen Wochenende. Aber leider wollte meine Mannschaft in bestimmten Phasen die Tore erzwingen.“

Ohmsen sprach damit die Ungeduld an, die seine Spielerinnen teilweise an den Tag legten. Immer dann, wenn die Wattenbekerinnen drauf und dran waren, die Führung zu übernehmen, schlossen sie hektisch ab, ohne auf die wirkliche Chance oder die entscheidende Lücke zu warten. „In Phasen, in denen wir so gespielt haben, wie wir uns das vorgenommen hatten, sind wir immer wieder herangekommen“, betonte Ohmsen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die beide Teams mit 13 Treffern beschlossen, bot der zweite Durchgang lange Zeit Spannung pur.

Innerhalb von vier Minuten zogen die Gäste nach dem Wiederanpfiff auf 18:14 davon – die Wattenbekerinnen schienen den Anschluss zu verlieren. Doch Ohmsen nahm eine Auszeit (35.), stellte sein Team neu ein und sah, wie sich seine „Peitschen“ Treffer um Treffer wieder heranarbeiteten. Die Gastgeberinnen zogen jetzt die Lauenburger Abwehrreihe auseinander, behielten auch vom Punkt die Nerven. Insgesamt verwandelte Wattenbek drei von vier Siebenmetern. Die Manndeckung, die die Elbdiven in dieser Phase für Svenja Hollerbuhl bereit hielten, zeigte wenig bis gar keine Wirkung.

Und plötzlich war das Team von Lars Ohmsen beim Stand von 19:19 wieder im Geschäft. „Wir waren auf Lauenburgs Spielweise eingestellt und sind die meiste Zeit auf Tuchfühlung geblieben. Lauenburg konnte sich nicht absetzen“, schildert der Coach die dramatische Phase, in der es um die Vorentscheidung ging. Die fiel dann doch noch – allerdings zugunsten der Gäste. Lauenburg zog ab dem 25:24 kontinuierlich davon. Über 27:25 auf 29:25. „Das war für die letzten fünf Spielminuten dann eindeutig zu viel Vorsprung, um noch einmal entscheidend heranzukommen“, analysierte Ohmsen. Immerhin verkürzte sein Team noch den Rückstand – mehr aber war nicht drin.


TSV Wattenbek: Beke Ketelhut, Tanja Rathje – Svenja Hollerbuhl (9), Nathalie Tonn (8/1), Andrea Petersen (2), Tanja Potratz (2/2), Julia Steinbeck (2), Leandra Kühn, Mirja Schulz, Nina Schulz (jeweils 1), Jessica Nell, Janina Harms.

SR: Doose/Erichsen (Schülp/Westerrönfeld).

Nächster Gegner: ATSV Stockelsdorf (H/Sonntag, den 2. März, um 17 Uhr).

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erstellt am 21.Feb.2014 | 07:00 Uhr

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