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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 07:37 Uhr

Was Travenbrück plant

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

500 000 Euro für Sanierung des Gemeinschaftshauses vorgesehen / Steuern angehoben

Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Rund 500  000 Euro hat die Gemeinde Travenbrück auch in diesem Jahr wieder für den Teilabriss der Alten Schule und den Neubau eines Gemeinschaftshauses mit Kindergartenanteil an der Stelle eingeplant. „Wir wollen das Projekt massiv vorantreiben“, sagte Bürgermeister Peter Lengfeld (AWGT).

Die Schulgebäude wurden 1967 errichtet. Bereits wenige Jahre später wechselten die Schüler allerdings alle an die damals neu gebaute Dörfergemeinschaftsschule Masurenweg nach Bad Oldesloe. Rund 80 Prozent der ehemaligen Schulgebäude sollen abgerissen werden. Nur die Halle soll erhalten bleiben. Der von der Gemeindevertretung eingesetzte Arbeitskreis ist mit seiner Planung nun so weit vorangeschritten, das Anfang Februar der Entwurf den Kommunalpolitikern auf einer interfraktionellen Sitzung vorgestellt werden soll. Weiterhin ist vorgesehen, anschließend die Bürger entweder auf einer Bürgerversammlung oder im Rahmen einer Gemeindevertretersitzung zu informieren.

Die Räume der Alten Schule in Tralau aus den 1960er Jahren werden von der Gemeinde, seinen Institutionen, dem Sportverein und dem Kindergarten genutzt. „Alle Betroffenen werden natürlich auch über den aktuellen Stand informiert“, so der Bürgermeister. Parallel dazu soll weiter nach Zuschusstöpfen gesucht werden. Ob aus dem Förderprogramm Holsteins Herz Mittel nach Travenbrück fließen werden, ist fraglich. „Uns wurde aber signalisiert, dass es andere Zuschussmöglichkeiten gibt“, betonte Lengfeld. Ob in diesem Jahr noch mit dem Bau begonnen werden kann, ist ebenfalls noch offen. Das hängt vonm Verlauf der Planung und Ausschreibung ab.

In den Haushalt für 2016 sind zudem rund 50  000 Euro für die Anschaffung von Digitalfunkgeräten für die drei Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde eingeplant. „Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr Schlamersdorf haben wir mit Absprache der Wehr auf 2017 verschoben“, so Lengfeld.

Im Haushalt von 2,4 Millionen Euro klafft derzeit noch eine Lücke von rund 200  000 Euro. „Allerdings liegt die Jahresrechnung 2014 noch nicht vor“, sagte Lengfeld. Nach bisherigen Erkenntnissen sind Mittel nicht verbraucht worden, die in den laufenden Haushalt noch mit einfließen können. Im Rahmen des Haushaltes hat die Gemeinde auch die Steuerhebesätze um zehn Prozentpunkte auf jetzt 330 bei der Grundsteuer A, 340 bei der Grundsteuer B und 360 bei der Gewerbesteuer angehoben. „Wir prüfen jedes Jahr die Hebesätze“, sagte Lengfeld. Damit soll verhindert werden, dass auf einen Schlag ein größerer Sprung gemacht werden muss.

Besonders viel Geld spült die Anhebung allerdings nicht in den Gemeindehaushalt. Bei der Grundsteuer A (private Grundstücke) sind es gerade mal rund 2000 Euro und bei der Grundsteuer B (Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe) 10  000 Euro. Wie viel bei der Gewerbesteuer heraus kommen wird, kann nicht gesagt werden. Das Steueraufkommen unterliegt meist größere Schwankungen.

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