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Stormarner Tageblatt

22. September 2017 | 17:35 Uhr

Bargteheide : Was sie hofft, was sie will

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die unabhängige Bürgermeisterkandidatin Birte Kruse-Gobrecht setzt für Bargteheide auf Dialog, Schuldenfreiheit, Familienfreundlichkeit.

Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Bargteheide verspricht spannend zu werden. Mit Birte Kruse-Gobrecht hat jetzt eine Kandidatin ihren Hut in den Ring geworfen. Sie tritt gegen Sven Noetzel an, der von der CDU nominiert wurde. Weitere Bewerber sind nicht in Sicht, die Frist endet am kommenden Montag. Die unabhängige Kandidatin wird bisher nur von den Grünen unterstützt, aber nicht nominiert. Sie hat ihre Bewerbung stattdessen mit 150 Unterschriften untermauert. Die sind innerhalb weniger Tage zusammengekommen.

Damit unterstreicht sie ihren überparteilichen Anspruch: „Ich möchte die Vertreterin aller Bürger sein.“ Sie hofft auf einen sachlichen und themenbezogenen Wahlkampf, auf einen fairen Dialog mit ihrem Mitbewerber. „Wir haben alle das gleiche gemeinsame Ziel einer lebenswerten Stadt.“ Dazu möchte sie an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung beitragen.

In Bargteheide gebe es viel Potenzial, um die Menschen zusammenzubringen. „Der Stadtdialog hat gezeigt, dass die Bürgerbeteiligung auf einem guten Weg ist“, sagt sie. Das müsse fortgesetzt und intensiviert werden. „Als erste Amtshandlung würde ich diesen Dialog dauerhaft etablieren.“ Die Schuldenfreiheit müsse ebenso erhalten bleiben wie die Attraktivität der Stadt. Die Weiterentwicklung zu einer offenen und familienfreundlichen Stadt mit bürgernaher Verwaltung sei ihr Ziel. Bargteheide besitze eine hervorragende Verwaltungsstruktur mit motivierten Mitarbeitern. „Büroleiter Herbert Sczech ist noch ein Jahr im Amt und wird mich gut einarbeiten“, sagt sie. Aus der Kreisverwaltung bringe sie ein gutes Netzwerk mit, das bis auf die Landesebene reiche.

Die studierte Juristin arbeitet zurzeit noch auf einer halben Stelle als Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Daneben ist sie freiberuflicher Coach. Birte Kruse-Gobrecht hat die Stiftung Beruf und Familie mit auf den Weg gebracht und war deren erste Geschäftsführerin. Etwa 50 Mitglieder sind vertreten, neben Bargteheide viele regionale Unternehmen. Von daher verfügt sie über gute Kontakte zur Wirtschaft. Seit vier Jahren lebt sie in Tremsbüttel. Birte Kruse-Gobrecht hat einen Sohn (11) und eine Tochter (18). Beide besuchen Schulen in Bargteheide. Ihre Hobbys sind Wandern, Walken, Musik und Kultur. „Ich esse gern mit Freunden“, sagt sie, „das hilft mir dabei, meinen Horizont zu erweitern.“ Sie sei auch im Dialog mit Altbürgermeister Werner Mitsch, der wie sie Mediator ist. „Seine Parteilosigkeit hat ihm im Amt gut getan.“

„Wir haben uns mehrere Kandidaten angesehen“, sagt die Vorsitzende der Grünen, Angelika Schildmeier, „sie hat uns überzeugt.“ „Die Kandidatin hat nachweislich kein Parteibuch“, betont Stadtvertreter Michael Schröer (Grüne). Und: „Sie ist kommunikativ“, sagt Ruth Kastner: „Sie kann aber auch zuhören.“



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