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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 19:13 Uhr

Was die Senioren stört

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beirat kritisiert Apothekennotdienst / Kinderärzte fehlen in Bargteheide

Für Reiner Ottersbach war es der vorerst letzte Tätigkeitsbericht als Vorsitzender des Seniorenbeirats in Bargteheide. Er bleibt dem Gremium aber erhalten, wie auch Manfred Raddatz und Bernd-Michael Fincke. Neu gewählt wurden gerade Hedda Neidl, Eberhard Heim, Horst Kolditz und Bernhard Böckler. Klaus Wolf ist Nachrücker. Der neue Beirat für ältere Semester wurde für vier Jahre gewählt und nimmt die Arbeit im kommenden Juli auf.

An der Wahl zum Seniorenbeirat haben diesmal nur 40,8 Prozent derer teilgenommen, die in der Stadt wohnen und mindestens 60 Jahre alt sind. 4550 Menschen hätten wählen können. 40,8 Prozent sind sieben Prozent weniger als bei der letzten Wahl, aber immerhin noch 1856 Stimmen der Wahlberechtigten. Ottersbach kritisiert die Neuregelung des Apothekennotdienstes. „Sie ist für ältere Menschen ohne Auto nicht akzeptabel, weil der Notdienst nur noch in 30 Kilometer Radius um die Stadt organisiert wird.“ Es sei unzumutbar, im Notfall etwa bis nach Henstedt-Ulzburg fahren zu müssen. Ein Protestschreiben an die Apothekenkammer sei leider erfolglos geblieben. Positiv sei die Einrichtung eines Pflegestützpunkts in Bad Oldesloe. „Wir hatten allerdings auf einen mobilen Stützpunkt wie Lauenburg gehofft“, so der Beiratschef.

Ottersbach erhielt stellvertretend für den Beirat viel Anerkennung der Stadtvertretung. „Sie haben die Probleme aufgezeigt, Apotheken ohne Auto und Navi zu erreichen“, sagte Norbert Muras (WfB). Gleiches gelte auch für Eltern mit kleinen Kindern. Die Stadt sollte hier eine bessere Regelung finden. Auch die Apotheken hätten hier eine soziale Verantwortung.

Probleme gibt es offenbar mit fehlenden Kinderärzten. Darauf wies Anke Schlötel-Fuhlendorf (SPD) hin. Auch Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth hatte erfahren, dass neue Patienten bei Bargteheides Kinderärzten nicht mehr aufgenommen werden. „Sie werden jetzt nach Ahrensburg verwiesen.“ Bürgermeister Dr. Henning Görtz will sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung für eine Verbesserung der Situation einsetzen.



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