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Stormarner Wochenschau : Was da so alles auftaucht …

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die einen freuen sich über 14 Bewerbungen, die anderen über einen dicken Fisch.

gesucht:

Landrat Klaus Plöger tritt nicht wieder an, also muss ein Nachfolger her. Der Kreis hat die Stelle ausgeschrieben und 14 Bewerbungen sind eingetrudelt. Ist das viel? Ist das toll? Kreispräsident Hans-Werner Harmuth zeigte sich jedenfalls ganz angetan. Aber mal ehrlich: Stormarn, das ist einer der potentesten Kreise der Republik, Arbeitslosigkeit im Keller, die Wirtschaft boomt, politisch läuft es ohne großes Hauen und Stechen ... okay, da waren mal kriminelle Mitarbeiter, die Geld in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, die Leitstelle lief bislang auch etwas unrund – aber das ist jetzt hoffentlich Vergangenheit. Also lässt sich sagen: Klaus Plöger hinterlässt zwar große Fußstapfen, aber das ist schon ein warmes Nestchen, in das man sich hier setzen kann. Und da sind 14 Bewerbungen bundesweit doch eher eine mickrige Ausbeute oder ...?

Andererseits: Was würden einige hundert Bewerbungen nützen, wenn die Kandidaten nichts taugen. Von daher kann auch unter nur 14 Interessenten der oder die eine zukünftige Top-Landrätin sein. Gott sei Dank ist ja die Direktwahl von Landräten abgeschafft worden. Damit bleiben die sonst üblichen Spaßbewerbungen von Möchtegernen und Pseudoqualifizierten aus. Hoffentlich greift diese Erkenntnis auch mal bei der Wahl von Bürgermeistern, denn wir reden hier von Chefposten in der Verwaltung. Da ist Wahlkampf mit Argumenten wie: Ich senke die Kitabeiträge, baue neue Sportplätze und erhalte das Schwimmbad völlig unangebracht. Diese Entscheidung kann ein Bürgermeister nicht treffen. Mit irgendwelchen Quereinsteigern kann es gut gehen, muss aber nicht.

Gesagt

Unser Landrat Klaus Plöger ist ja nun wahrlich keiner, der zu allem ja und amen sagt. Im Gegenteil, er ist ja nun mehr als bekannt für seine unkonventionellen, deutlichen zum Teil auch überspitzten Formulierungen. Jetzt war die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag, Eka von Kalben, zu Besuch, um mit Plöger über die Probleme angesichts der Flüchtlingssituation zu sprechen. Mehr Geld, mehr Personal ... das Übliche halt. Aber dann fielen da auch so Sätze wie: „Ich finde, dass man sich die Frage stellen muss, wie viele Menschen man wirklich aufnehmen, ihnen helfen und sie sinnvoll integrieren kann.“ Wie soll das gehen? Für drei Leute haben wir noch eine Wohnung frei, den Rest lassen wir im Mittelmeer ersaufen? Die Zeiten, in denen über die Zuwanderungspolitik für „Computer-Inder“ und andere Fachkräfte diskutiert wurde, sind vorbei. Momentan geht es um die Bewältigung einer humanitären Katastrophe. Ob es dafür die von Plöger geforderten „strukturierten Prozesse“, den „großen Plan“ oder „realistischen Analysen“ überhaupt geben kann, ist fraglich. Gerade Deutschland hat doch schon die Erfahrung gemacht, dass sich Menschen auf Dauer nicht von Mauer oder Stacheldraht aufhalten lassen. Aber Eka von Kalben hat ihm ruhig oder ohne jede Überspitzung die richtige Antwort gegeben: „Ich finde es oft müßig, zu diskutieren, ob wir etwas schaffen oder nicht. Das bringt uns nicht unbedingt weiter. Wir haben die Herausforderungen jetzt gerade und sollten Lösungen finden.“ Punkt. Nein, Ausrufezeichen!

 

Gefunden

Was das Ungeheuer von Loch Ness für die schottischen Highlands – ist Knut, der Karpfen, für Reinfeld. Auch um unseren schweren Brocken ranken sich in der Karpfenstadt und weit darüber hinaus Mythen und Legenden. Ist es Knut? Kann er es überhaupt sein? Wenn ja, hat er sich gut gehalten.

Für Eventmanager Martin Huss ist der beim Abfischen wieder aufgetauchte Schuppenträger eindeutig der lang-verschollene Koloss vom Herrenteich. Schließlich sprießen solche Burschen von einem Meter Länge und mehr als 25 Kilogramm Kampfgewicht ja nicht wie Pilze aus dem Teichboden. Teichwirt Alfred Wenskus traut dem Braten allerdings nicht so ganz. Er vermutet eher, dass das Original von einem Seeotter verspeist wurde und es sich bei Knut um eine Fälschung handeln könnte. Nach weiteren Kenner-Meinungen müsste Knut im Laufe der Zeit viel größer geworden sein. Und einige sind der puren Überzeugung, dass so ein dicker Fisch wie Knut jedes Jahr aufs Neue in den Teich geworfen werde. Hauptsache Knut ist kein verkappter Hecht im Karpfenteich ... Die Wahrheit liegt wohl auf dem Grund des Herrenteichs. Um Klarheit zu haben, hilft wohl nur eins: ein Gentest!

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 01.Nov.2015 | 12:00 Uhr

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