Ahrensburg : Was bleibt, ist Ungewissheit

Gabriele Fricke (vorne links) wurde mit einer Feierstunde verabschiedet (v. li.): Bürgervorsteher Roland Wilde, Bürgermeister Michael Sarach und zwei, die schon beim Auswahlverfahren mit dabei waren: Die frühere Ahrensburger Bürgermeisterin Ursula Pepper und Helma Schumacher, damals Bürgervorsteherin.
Gabriele Fricke (vorne links) wurde mit einer Feierstunde verabschiedet (v. li.): Bürgervorsteher Roland Wilde, Bürgermeister Michael Sarach und zwei, die schon beim Auswahlverfahren mit dabei waren: Die frühere Ahrensburger Bürgermeisterin Ursula Pepper und Helma Schumacher, damals Bürgervorsteherin.

Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke geht nach 25 Jahren.

shz.de von
11. März 2017, 15:57 Uhr

Ihr Dienstjubiläum hätte sich die Ahrensburger Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke sicherlich etwas anders vorgestellt. Nach 25 Jahren geht sie zum 1. April in den Ruhestand – was danach geschieht, ob es eine Vollzeitstelle bleibt oder ob sie halbiert wird, ist ungewiss.

Rund 140 zumeist weibliche Gäste erlebten Freitagabend im Marstall noch einmal das, was Gabriele Fricke in 25 Jahren auf den Weg gebracht hat: Die Einrichtung eines Frauenhauses zum Beispiel, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Aktionen in der Öffentlichkeit - wie die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Stationen, deren Anfang noch einmal in einem Ein-Personen-Stück nachgespielt wurde – das Vorstellungsgespräch vor 25 Jahren.

Anna Brünner von der Theatergruppe des Marstalls saß drei Herren und einer Frau (symbolisch dargestellt durch Sakkos und Bluse) gegenüber und erzählte mit Leidenschaft dem Auswahlgremium, wie sie sich die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten vorstelle. Die Stimmen der fiktiven Gesprächspartner kamen aus dem Off und die Frage „Sind Sie eine Feministin?“, das bestätigten Zeitzeugen, sei tatsächlich gestellt worden.

„Sie haben Spuren hinterlassen“, würdigte Bürgervorsteher Rokand Wilde die Arbeit von Gabriele Fricke, „sie haben einen Weg geebnet, der Ahrensburg reicher gemacht hat und es liegt an uns, wie wir ihn weiter gehen wollen.“ Auch Bürgermeister Michael Sarach ließ die Diskussionen um die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten nicht unerwähnt. „Ich habe der Politik einen Vorschlag gemacht, Gleichstellung und Inklusion zu vereinbaren, ohne die Personalkosten zu erhören“, begründete er die Teilung: „Ich kann mir aber auch vorstellen, für beide Aufgaben zwei Vollzeitstellen zu schaffen.“

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