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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 20:00 Uhr

Was Bargfeld dringend braucht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lebensmittelmarkt dicht: Nahversorgungszentrum muss her / Neuer Bauhof und neue Feuerwache geplant

Die Gemeinde Bargfeld-Stegen hat viele Pläne und ein großes Problem. Letzteres ist der seit Mitte Januar ohne Ankündigung plötzlich geschlossene Lebensmittelmarkt am Mittelweg. Deshalb laufen jetzt Planungen zur Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums in der Gemeinde.

„Bisher haben wir mit Rücksicht auf den Eigentümer davon abgesehen“, sagt Bürgermeister Andreas Gerckens, „aber das Zeitfenster für ihn wird jetzt eng.“ Denn der sei für eine Nachfolgeregelung verantwortlich. Und für zwei Märkte sei in der 2900-Einwohnergemeinde einfach kein Platz.

Falls er sich nicht bewegt, wird die Gemeinde eine andere Fläche dafür ausweisen. Sechs Alternativen wurden bereits geprüft. Auch eine entsprechende Anfrage bei der Landesregierung verlief positiv. „Wir können jetzt eine Frist setzen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Carsten Unger. Wenn der Eigentümer demnächst keine Lösung anbiete, sei auf seinem Grundstück kein Markt mehr möglich.

Gesucht wird ein Grundstück von mindestens 4000 Quadratmetern, auf dem 800 bis maximal 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche und etwa 160 Parkplätze möglich sind. Das gibt der bisherige Standort nicht her. Das ist der Stand, den Gerckens während der Einwohnerversammlung am vergangenen Montagabend bekanntgab.
„Die Kauforientierung ändert sich stark, die Leute orientieren sich woanders hin“, so Altbürgermeister Christian Rink. Er befürchtet, dass sich das Dorfzentrum weg vom Mittelweg verlagern wird. Dort bahne sich bereits ein weiterer Leerstand an. Die Gemeinde handle aber richtig, denn eine Nahversorgung müsse gesichert sein.

Geplant werden der Neubau eines Bauhofs und einer neuen Feuerwache. Wie fast überall machen die Vorschriften der Feuerwehr-Unfallkasse das unumgänglich. Bis Ende 2016 muss danach ein Gebäude ohne Barrieren, verkehrssicher, mit separaten Umkleiden und mit genug Platz für die Fahrzeuge her. Den Zeitplan könne man noch ein wenig dehnen, so Gerckens: Man kann mit den Leuten reden.“

Der Bauhof soll im Gewerbegebiet am Ostrand der Gemeinde entstehen. Dort wird vorübergehend auch die Feuerwehr einquartiert, bis der Neubau einer Wache am Dorfanger fertig ist. Dafür müsse nur ein Baum gefällt und das Trafohaus versetzt werden, versichert der Bürgermeister. Die Wache wird geschätzt 1,6 Millionen kosten, der Bauhof etwa weitere 750 000 Euro.

Die brisanten Themen werden in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses behandelt. Sie beginnt am kommenden Montag um 19.30 Uhr im Bürgerhaus.






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