zur Navigation springen

Dauerbaustelle an der A1 : Warten auf milde Witterung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fahrbahnmarkierung fehlt weiterhin. Der Bauplatz beidseits der A1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe wird erst in zwei Monaten abgetragen sein.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Pünktlich zum festgesetzten Termin im Dezember hatte die Unternehmensgruppe Betam aus Bochum das Teilstück der Autobahn A1 zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld grundlegend erneuert und fertig gestellt.

Sechseinhalb Kilometer je Fahrtrichtung „in nur zehn Monaten, das ist schon eine Rekordzeit“, sagt Hannes Kasbohm von der Bauleitung. Man habe Tag und Nacht gearbeitet, um den Termin einzuhalten. Mit Erfolg. Normal sei Fertigstellung der Hälfte einer solchen Strecke in dieser kurzen Zeit. Zwar rollt der Verkehr, aber warum türmen sich immer noch riesige Sand- und Kiesberge beidseits der A1 zwischen Reinfeld und Meddewade auf? Und: Wie lange noch soll im Teilstück in Fahrtrichtung Hamburg die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h gelten?

Anhaltender Regen hatte den Bauarbeitern kurz nach Abschluss der Arbeiten im Dezember noch einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, so die Bauleitung. An der Böschung kam es zu Erdrutschen. Der Starkregen vor Weihnachten habe einiges wieder ausgespült, so dass die Entwässerungsmulden entlang der Fahrbahn in Fahrtrichtung Lübeck noch einmal neu „nachprofiliert“ werden mussten. Mit diesen Arbeiten sei man jetzt bereits fertig.

Ein weiteres Problem stellt weiterhin das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung in Richtung Hamburg dar. Man hatte zunächst versucht, wegen der Witterung eine provisorische Markierung aufzutragen, doch die löste sich kurze Zeit später von der Fahrbahn ab. Die Folge: Auf dem spurlosen Abschnitt gilt seither aus Sicherheitsgrunden Tempo 80, wenngleich sich das in der täglichen Fahrpraxis als untauglich zu erweisen scheint.

„Wir müssen weiter abwarten, bis es trocken ist und nicht friert“, erläutert Hannes Kasbohm. Ein erneutes Provisorium ist nicht vorgesehen, so dass es noch eine Zeit dauern kann, bevor eine haltbare Fahrbahnmarkierung aufgebracht wird.

Und was ist mit den Sandbergen beidseits der Autobahn und dem Kieswerk bei Meddewade? Die Sandberge würden, so die Bauleitung von Betam, im Laufe der nächsten zwei Monate nach und nach verschwinden. Es handelt sich hierbei um den sogenannten „Oberbau“ der alten Autobahn. Laster transportieren Zug um Zug das Baumaterial ab, bringen es zur Entsorgung oder Wiederverwertung. Ein bautrupp wird also die kommenden Wochen noch am Rande der Autobahn tätig sein. Dann wird der Grund und Boden der Mammut-Baustelle in den alten Zustand zurückversetzt sein – sehr Freude des Landwirts, der das Gelände zur Verfügung gestellt hatte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert