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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 17:48 Uhr

Rohlfshagen : Warten auf Halbschranken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neuer Bahnübergang kostet rund 500 000 Euro, kommt allerdings erst später. Sicherungsposten sind weiterhin im Einsatz.

Die Planung für die Neuanlage des Bahnübergangs und die dafür notwendigen Arbeiten stehen. „Die Kosten betragen rund 500 000 Euro“, so Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis bei einem Ortstermin. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Sicherungsposten, die seit über einem Jahr dort für Sicherheit sorgen und auch noch bis zum Ende der Umbauarbeiten, die im November abgeschlossen sein sollen, die Schranken ersetzen. Die lange Zeit, die nach einer Beschädigung der Schaltanlage durch Batteriesäure verstrich, hängt mit den Planungs- und Genehmigungsverfahren zusammen.

„In einem normalen Fall dauert die Neuplanung eines Bahnübergangs drei Jahre“, so Meyer-Lovis. Somit sei es in Rohlfshagen schon sehr schnell gegangen. Dadurch, dass keine Reparatur möglich war und neu gebaut werden muss, sei der Bestandsschutz weggefallen. Es musste neu geplant, beim Eisenbahn-Bundesamt eine Genehmigung beantragt werden und die Arbeiten mussten ausgeschrieben werden. „Das darf von Gesetzgeber her aber nicht parallel laufen“, betonte der Bahnsprecher.

Durch einen Blitzschlag war am 19. April vergangenen Jahres die Schrankenanlage gegen 10.30 Uhr ausgefallen. Durch die Überspannung wurden die Batterien zerstört und die Säure ergoss sich über die Elektronik. „Der Fahrdienstleiter in Bad Oldesloe wurde sofort über die Störung informiert. Züge durften sich nur noch im Schritttempo dem Bahnübergang nähern. „Um 11.50 Uhr war dann der Entstörungstrupp vor Ort“, so Meyer-Lovis. Allerdings konnten die aufgrund des massiven Schadens an der Elektronik in dem Schalthaus nichts mehr ausrichten. Noch heute darf das Schalthäuschen nicht betreten werden, da durch die ausgelaufene Säure Gesundheitsgefahr besteht. „Das Haus muss von einer Spezialfirma abgerissen und entsorgt werden“, betonte der Bahnsprecher.

Rund 150 Züge donnern täglich mit einem Tempo von 140 Stundenkilometern an dem Bahnübergang vorbei. Die Posten müssen aus Sicherheitsgründen rechtzeitig den Übergang mit der Absperrgirlande schließen. Sie werden von der Fahrdienstleitung in Bad Oldesloe und Bargteheide telefonisch informiert, dass ein Zug kommt. Erst wenn dieser Anruf bei den Sicherungsposten eingegangen ist, bekommen die Züge grünes Licht.

„Wenn ein Zug aus Bad Oldesloe kommt, müssen wir sofort nach dem Anruf absperren. Bei Zügen aus Bargteheide haben wir zwei Minuten Zeit“, sagte Klaus Hoese, der an diesem Tag zusammen mit einem Kollegen am Übergang Dienst hatte. Das Autofahrer auch längere Wartezeit in Kauf nehmen müssen, liegt am Verfahren und daran, dass, so wie Mittwoch, schon mal sechs Züge in knapp 30 Minuten am Bahnübergang vorbei kommen. Im September soll mit den Arbeiten zur Erneuerung des Bahnübergangs begonnen werden. Der Übergang bekommt ein neues Häuschen für die Elektronik, neue Halbschranken und ein neues gelbes und rotes Warnlicht.




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