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Umstrittene Ministerin : Wara Wende lässt in Trittau Blumen sprechen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bildungsministerin Wende wünschte den neuen Lehrkräften der Oberstufe an der Hahnheideschule „mehr Sonne als Regen“.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende überbrachte an einem strahlenden Sonnentag eine „Sonne“ in die Hahnheideschule. Sie begrüßte die neuen Lehrkräfte der Oberstufe mit Sonnenblumen und wünschte ihnen beruflich „mehr Sonne als Regen“.

„Ich möchte damit stellvertretend dem Lehrerberuf meine Wertschätzung ausdrücken. Er ist einer der anstrengendsten Berufe, die man sich vorstellen kann“, so die Bildungsministerin, die in diesen Wochen selbst nicht mit „Blumen“ beschenkt wird. Auf entsprechende Nachfrage stellte sie klar, warum sie ihre Sommertour trotz der aktuellen Kritik fortsetzt: „Die Tour war geplant, macht mir Spaß und wird von dem Thema nicht beeinflusst. Sie gehört zu den Aufgaben, die ich auch weiterhin erledigen werde.“

Die Hahnheideschule beglückwünschte sie zum tollen Einstieg in die Oberstufe mit 55 Schülern. „Das spricht für ihr Konzept.“ Im Gespräch mit der Lehrerschaft erklärte Wende, was die Landesregierung derzeit tue, um die Arbeit an den Schulen zu verbessern, sprich mehr Lehrer einzustellen. „36 Millionen Euro haben wir über, die dadurch entstehen, dass der Bund jetzt alle Bafög-Kosten übernimmt. Die fließen komplett in den Schulbereich, da waren die Unis enttäuscht“, so Wende. In diesem Jahr seien damit 728 neue Lehrerstellen finanziert worden, obwohl es 6000 Schüler weniger gab als im Vorjahr. Statistisch kamen im Jahr 2004 auf einen Lehrer 19,4 Schüler, heute sind es 17. Zudem wolle sie Sozialpädagogen, Sonderpädagogen und Psychologen an die Schulen holen, um die Inklusion umzusetzen. Geplant ist auch die Ausbildung von Assistenzkräften, die zum Schulpersonal gehören und die heutigen Schulbegleiter jedes einzelnen behinderten Kindes ersetzen sollen. „Wir brauchen eine Basisqualifikation, Schulbegleiter kann heute jeder werden. Das sind manchmal sehr engagierte Personen, andere dagegen stören eher den Unterricht“, so Waltraud Wende.

Die neuen Lehrer befragten sie hinsichtlich der Planstellen, der Lehrerausbildung und zeigten sich vom Konzept der Hahnheideschule überzeugt. Viele haben sich auch aus anderen Bundesländern beworben, um beim Aufbau der neuen Oberstufe dabei zu sein.




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