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Therapietheater : Vorsicht Trinkwasser! – Humor-Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Reinfelder Schauspielgruppe bringt erstes Theaterstück von Woddy Allen auf die Bühne. Tohuwabohu mit Slapstick und Action sind programmiert. Premiere am Sonnabend im Holstenhof.

Chaos auf der Bühne des Therapietheaters Holstenhof! Bomben werden geworfen, Steine durch die Fensterscheiben geworfen, Schüsse fallen, der Geheimdienst schaltet sich ein, der Sohn des Botschafters tritt dauernd ins Fettnäpfchen, ein Scheich treibt sein Unwesen, ein Pfarrer wird in die Zwangsjacke gesteckt und ein völlig überfordertes amerikanisches Touristen-Ehepaar gerät in Panik. Ein absolutes Tohuwabohu mit viel Witz und Slapstick, noch mehr Action und so einigen zwischenmenschlichen Turbulenzen – all dies jedoch nicht beim Ensemble des Therapientheaters, sondern fiktiv und nur im neuen Theaterstück.

Die Komödie „Vorsicht, Trinkwasser!“ aus der Feder Woody Allens – übrigens sein erstes Theaterstück aus dem Jahre 1966 – verspricht ein humoristisches Feuerwerk zu werden. „Nach Goethes Faust wollten wir in der 15. Spielsaison auch mal wieder etwas Heiteres auf die Bühne bringen“, so Regisseurin Anja Jansen. Das Stück spielt irgendwann zur Zeit des Eisernen Vorhangs – vom Therapietheater allerdings in ein ebenso fiktives Land mit extremistischen Hintergrund in die heutige Zeit verlegt.

Walter Hollander (Therapietheater-Urgestein Michael Frädrich), seine Frau Marion (Bärbel Nemitz mit grell-goldener Perücke und Stirnband) sowie Tochter Susan (Svenja Groth – laut Mutter „ein Kaiserschnitt“) – eine ganz normale amerikanische Durschnittsfamilie also – fotografieren in einem fremden Land Objekte in einem Sperrgebiet und werden daraufhin von einer skrupellosen Geheimagentin (Anja Jansen) in die amerikanische Botschaft gebracht. Das wäre ja alles noch ganz harmlos, würde diese nicht vom völlig unfähigen Botschaftersohn Axel Magee (Nachwuchstalent Daniel Zobel) komplett durcheinander gebracht.

Die Botschaft wird daraufhin von Demonstranten belagert – es gibt kein Entkommen! Oder doch? Ein Agenten-Austausch scheitert, der Sultan von Bashir (Sabine Cegielna) und seine Hauptfrau (Anja Dardat)fühlen sich beleidigt, der Hausmeister (Eddi Koop) dreht durch, und schon vor dem Frühstück wird jemand ermordet. Neu im Team sind Anja Dardat als Sultansfrau, Rainer Schnitzel als Botschaftsadjutant und Bjarne Schnitzel als Botschaftsgehilfe. Ob am Ende doch noch alles gut aufgeht, verrät Regisseurin Anja Jansen nicht. Schließlich sollen die Zuschauer bis zum Schluss ihren Spaß haben.

Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen Laienschauspieler aus Reinfeld und Umgebung sowie Bewohner des Therapiezentrums Holstenhof. So werden psychisch Kranke in die Gesellschaft integriert und finden Kontakt zu anderen Theaterbegeisterten. Ein bewährtes Konzept. Fünf Jahre sind Anja Jansen und Intendantin Bärbel Nemitz schon mit Begeisterung dabei. Zuvor leitete Udo Reichle-Röber zehn Jahre lang die Gruppe. Es mache einfach Freude, und viele kleine Erfolge seien auch zu verzeichnen. Natürlich erforderten die Proben großen Einsatz, man bekomme aber so unendlich viel zurück, erklärt sie.

Das Ensemble freut sich auf ein volles Haus bei der Premiere von „Vorsicht Trinkwasser!“ (Don’t drinkthe water!“) am Sonnabend, 7. September, um 17 Uhr während des Sommerfestes des Holstenhofes sowie am Sonntag, 8. September, um 17 Uhr, Segeberger Straße 2, in Reinfeld. Am Sonntag, 6. Oktober, um 17 Uhr wird das Stück im Landgasthof Voß in Schmalensee, am Sonnabend, 12. Oktober, um 17 Uhr im Bella Donna Haus, Bahnhofstraße 12 in Bad Oldesloe, aufgeführt. „Derniere“ mit Kaffee und Kuchen ist am Sonntag, 13. Oktober, um 15 Uhr im Bella Donna Haus.

 

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erstellt am 02.Sep.2013 | 18:00 Uhr

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