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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 12:08 Uhr

Vorerst keine Oberstufe

vom

Die Hahnheide-Schule geht leer aus / Schüler, Eltern und Lehrer demonstrierten am Montag

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Trittau | Schlechte Nachricht für die Hahnheide-Schule: Der vom Schulverband Trittau gestellte Antrag auf Errichtung einer gymnasialen Oberstufe wurde vom Bildungsministerium zunächst für ein Jahr auf Eis gelegt. Eine Begründung ist, dass Trittau und die zum Schulverband gehörenden Dörfer in Kiel nicht als "ländlicher Raum" und somit als nicht förderungswürdig betrachtet werden.

"Das verstehen wir gar nicht", ist der Schulelternbeiratsvorsitzende Stephan Burmester empört. Da tröstet die Initiatoren auch nicht, dass das Vorhaben zum Schuljahr 2015/2016 erneut wohlwollend geprüft werden soll, wie Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz nach einem persönlichen Gespräch in Kiel mitteilt. "Ich bin auch empört über diese Entscheidung, denn wir können die erforderlichen Schülerzahlen vorweisen, 50 pro Oberstufenjahrgang, die immer als Kriterium genannt wurden".

Am kommenden Montag, 13. Mai, 13 Uhr, wollen Schüler, Eltern und Lehrer gegen die Entscheidung demonstrieren, Start an der Hahnheideschule. Ute Agatz kann aus beruflichen Gründen nicht dabei sein, "würde aber gerne in der ersten Reihe mitmarschieren".

Nach Bekanntwerden der vorläufigen Ablehnung hat sich der Vorstand des Schulelternbeirats schriftlich an die Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Waltraud Wende gewandt. In dem Schreiben ist die Rede von "nicht hinnehmbaren Verfahrensfehlern". Es seien gesetzliche Vorgaben und statistische Größen wie Baugebiete und Wachstum der Gemeinde nicht berücksichtigt worden.

Im Vergleich zur Schule in Sandesneben, der nach einer ersten Absage im Widerspruchsverfahren eine Zusage signalisiert wurde, habe die Hahnheideschule die höheren Schülerzahlen, weil fast alle Jahrgänge fünfzügig sind, in Sandesneben dagegen drei- bis maximal vierzügig. "Uns wurde in dem Gespräch mit der Staatssekretärin erläutert, dass die Schülerwanderungen an andere Schulen - in Sandesneben 500, in Trittau 280 - mit entscheidend war. Und dass man befürchtet, sollte Trittau zuerst eine Oberstufe einrichten, man Sandesneben die Schüler abziehen würde", so Agatz, die diese Argumente nicht schlüssig findet. Schulbusströme seien auf Trittau ausgerichtet, und das sei auch nicht so leicht und schnell zu ändern.

"Ein Antrag, der auf Eis gelegt wird, befindet sich auf einem Abstellgleis", meint der Vorstand des Schulelternbeirats. Gefordert wird im Zuge der Gleichbehandlung die Einrichtung der Oberstufe ebenfalls zum Schuljahr 2014/2015. Auch der Schulverband wird sich noch schriftlich an das Ministerium wenden.

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