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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 01:07 Uhr

Vorbildliche Aktion mit Herz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Feuerwehrleute aus Großhansdorf betreuten Tschernobyl-Kinder / Auch Arztbesuche stehen in Stormarn an

Feuerwehrleute aus Großhansdorf und Ahrensburg haben am Sonnabend in einer beispielhaften und ehrenamtlichen Aktion viele Kinderherzen glücklich gemacht. Das besondere: Es sind Kinder aus der radioaktiv verseuchten Tschernobyl-Region.

Die Kinder kommen aus ärmsten Verhältnissen und ihre Familien können sich kaum gesundes Essen leisten. Sie ernähren sich vor allem aus dem Eigenanbau. Das heißt, was an diesem Ort die Existenz der gebeutelten Menschen sichert, ist radioaktiv verseucht. Viele der Kinder haben durch die Reaktorkatastrophe in Block 4 ihre Angehörigen verloren. Sie leben in verschiedenen Dörfern in der so genannten 2. Zone. Diese Zone umfasst Gebiet, deren Boden durch Radioaktivität stark kontaminiert ist.

Der Verein „Pryvit – Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ hat die Erholungsreise und auch mehrere Arztbesuche in Stormarn organisiert. Begleitet werden die Kinder von einer Lehrerin, einem Arzt und Studenten, die als Dolmetscher eingesetzt sind.

Ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf gehört seit mehreren Jahren zum bunten Ferien-Programm. Unterstützt durch Ahrensburger Brandbekämpfer konnten die Kinder mit der Ahrensburger Drehleiter hoch über die Dächer von Großhansdorf hinauf. Danach haben die Feuerwehrleute und die Jugendfeuerwehr den Lütten ihre Löschfahrzeuge gezeigt und ihnen ein Mittagessen in der Wache serviert. Vorher standen fröhliche Wasserspiele auf dem Programm. Zum Schluss hielten die Feuerwehrleute noch ein besonderes Geschenk bereit. Alle Kinder bekamen Fahrradhelme geschenkt.

Die Mitglieder von „Pryvit“ und Vorsitzender Wulf Garde laden einmal im Jahr 16 Kinder aus der Ukraine nach Großhansdorf ein. Sie organisieren und finanzieren das Programm für den Urlaub über Spenden. Besonders dringend gesucht sind in diesem Jahr Kinderschuhe in allen Größen. Viele Geschäftsleute und auch der Lions-Club unterstützten den Verein. Die Kinder sind im Schullandheim Erlenried untergebracht.



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