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Bad Oldesloe : Von Spatzen, Mäusen und Küsten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zum fünften Mal gastierte das Green Screen Festival im Rahmen der sh:z-Tour im Bad Oldesloe

Als gegen 12 Uhr am Sonnabend das Telefon bei Oldesloes Kinochef klingelte und die Frage gestellt wurde, ob noch Plätze beim Green Screen Festival für eine kleine Gruppe frei seien, musste er verneinen. „Wir sind voll, tut mir leid“, sagte Wittern. Fast bis auf den letzten Platz war sein Kinosaal 1 gefüllt, als eine Stunde zuvor Stephan Poost, sh:z Redaktionsleiter in Stormarn, den ersten der drei Dokumentarfilme angekündigt hatte.

Während in den Vorjahren vor allem auch Tiere aus exotischen Gefilden gezeigt wurden, standen dieses Mal animalische Protagonisten aus der näheren Erlebniswelt im Mittelpunkt. Der „Planet der Spatzen“ zeigte den Alltag der Allerweltsvögel in spektakulären Aufnahmen. Die kleinen Vögel erweisen sich als echte Überlebenskünstler in den Metropolen der Welt von New York bis Paris. Es war zu sehen, wie die gefiederten „Weltbürger“ es schaffen, sich überall gemütlich einzurichten, aber auch mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.

Das Publikum schaute gefesselt zu, wie sich Spatzen um Halme streiten oder wie sie beim Nestbau geschickt agieren. Ein Beweis dafür, dass es nicht immer Raubtiere braucht, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Und viele Besucher werden die heimischen Spatzen auf der Terrasse oder in den Stormarner Innenstädten – wo sie sich vor allem in der Nähe von Bäckereien herumtreiben – nun vermutlich mit anderen Augen sehen.

Der zweite Film stammte sogar aus der Region. Der Star in diesem Fall: Die Haselmaus. Unter dem Motto „Kleine Langschläfer hellwach“, verfolgte der Naturfilmer Joachim Hinz aus Aukrug gemeinsam mit einer Kollegein Beatrix Stoepel das Leben einer Haselmausfamilie im Wandel der Jahreszeiten.

Auch dieser Film kam gut beim Publikum gut an. In der kleinen Pause vor dem dritten Film – ein sehr gelungener Beitrag über das „Wilde Baltikum“ – gab es eine erste Möglichkeit für ein Zwischenfazit. „Wir sind zum dritten Mal dabei. Von Jahr zu Jahr scheinen mehr Zuschauer zu kommen. Ich glaube, es spricht sich rum, dass man hier schöne Naturfilme sehen kann“, sagte Sabine Kunze , die mit ihrer Tochter gekommen war.

Sehr positiv wurde auch die neue Technik im Oho–Kino aufgenommen. Die Digitalisierung in HD-Qualität zahlte sich in gestochen scharfen Bildern aus, die eine perfekte Präsentation der drei Filme ermöglichten.

Gegen 14 Uhr konnten die Rund 120 Besucher mit ihren Stimmkarten zur Wahlurne gehen. Denn bei der sh:z Green Screen Tour geht es schließlich auch darum, dass in 15 Spielorten der Sieger des Publikumspreises ermittelt wird. „Wer sich in Bad Oldesloe durchgesetzt hat, verraten wir natürlich noch nicht, damit die Entscheidung in anderen Ort nicht beeinflusst wird“, so Jens Stender vom Förderverein Green Screen. „Wir möchten uns beim großen Interesse der Stormarner und beim Kinobetreiber herzlich bedanken. Es sind sogar mehr Besucher gekommen, als wir erwartet haben“, so Stender. Beim Green-Screen Bücherverkauf sei zudem ein neuer Rekord aufgestellt worden.

Stephan Poost konnte als Vertreter des Medienpartner sh:z diese Begeisterung nur bestätigen. „Es war eine gelungene Veranstaltung mit tollen, interessanten Filmen. Es ist schön, dass es in Bad Oldesloe so ein kleines, aber professionelles Kino gibt, das auch solche Vorführungen ermöglicht“, sagte er zum Abschluss der Veranstaltung.


 

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erstellt am 10.Aug.2014 | 13:46 Uhr

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