zur Navigation springen

Bad Oldesloe : Von einem, der seine Heimat fand

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Helmuth Peets ist kein gebürtiger Stormarner, doch seitdem er in Timmerhorn lebt, engagiert er sich im Kreis und wurde dafür geehrt.

Die Goldene Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds hat er schon, jetzt bekam Helmuth Peets auch die Ehrennadel des Kreises, weil er sich „nicht nur um das Bewusstsein für die Geschichte des Kreises, sondern auch für den Erhalt und die Bewahrung der plattdeutschen Sprache über die Kreisgrenzen hinaus verdient gemacht hat“, betonte Kreispräsident Hans-Werner Harmuth.

1946 war der Zehnjährige mit seiner Familie aus Chemnitz nach Rahlstedt gekommen. Er studierte Geschichte, Englisch und Erdkunde in Hamburg, Tübingen und England und arbeitet ab 1964 als Studienrat. 1969 zog Helmuth Peets aus Rahlstedt, dem „gefühlten Stormarn“ ins echte, nach Timmerhorn. Er organisierte bald das Vogelschießen des Dorfes und engagierte sich auch politisch und im Schulverband

Da „Heimat dort ist, wo man zu Hause ist“, trat er 1989 in den Heimatbund ein. 1996 wurde Peets erstmals in den Kreisvorstand gewählt, seit 2001 ist der heute 78-Jährige Vorsitzender. „Stormarn ist meine Heimat geworden. Ich fühle mich hier zuhause“, sagte er in seiner kurzen Dankesrede vor Kreispolitikern. Auf Grund seines Engagements gab es 2001 auch die ersten Plattdeutschen Tage in Bargteheide , die seitdem zu einer festen Größe geworden sind. Ebenso wie die Stormarner Jahrbücher, ein „Spiegel und eine Bewahrung des Kreises“, die der Heimatbund herausbringt.

„Sie haben dem Kreis Stormarn mit Vorträgen, Exkursionen, historischen und naturkundlichen Rundgängen und diversen Veröffentlichungen ein Gesicht gegeben und dem Begriff Heimat wieder eine größere Bedeutung zukommen lassen“, erläuterte der Kreispräsident.

Die mehrsprachigen Ortsschilder gehen ebenfalls auf den Heimatbund zurück. „Auf Ihre Initiative ist es zurückzuführen, dass die Landesregierung mit einer Sonderregelung den Weg für zweisprachige Ortsschilder im Kreis und darüber hinaus frei gemacht hat“, so Harmuth, der sich für seine Aussprache entschuldigte. „Ich kann Plattdeutsch verstehen, aber nicht so gut sprechen“, sagte er. Durch Peets Engagement gibt es in Stormarn wieder Oschloe, Barheil, Glinn oder Groothansdörp, andere Kreise zogen nach, z. B. Swattenbek, Buxthu oder Auerk (Aurich) in Niedersachsen. „Ich freue mich sehr über die Anerkennung meiner Arbeit und möchte mich herzlich für die Auszeichnung bedanken“, sagte Helmuth Peets vor dem Kreistag. 

zur Startseite

von
erstellt am 30.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen