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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:52 Uhr

Von der Trave nach Mittelerde

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Udo Reichle-Röber ist Herr-der-Ringe-Fan und hat eine Novelle mit Gegenwartsbezug in Anlehnung an Tolkien-Trilogie geschrieben

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 11:31 Uhr

„Der Fremde schleppte sich am Straßenrand entlang. Nur seinen hervorragenden Reflexen verdankte er, dass er noch lebte. Eine der laut brüllenden Bestien hatte ihm am Saum seines Umhanges erfasst und zu Boden geschleudert...“ – So beginnt die 60-seitige Novelle „Tharbad – das Heer der Ringe“ von Udo Reichle-Röber. Eventuelle Ähnlichkeiten des Titels – und natürlich auch des Inhalts – mit dem berühmten Werk „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien sind nicht rein zufällig, denn der Barnitzer Autor – bekannt durch diverse ehrenamtliche Aktivitäten beim Therapietheater, beim Nabu, bei den TraveKids, als Filmemacher – ist erklärter Herr-der-Ringe-Fan. Im Wohnzimmer hängt eine detaillierte Karte von Mittelerde. Alle zwei bis drei Jahre, immer beginnend am 22. September, dem Geburtstag der Tolkien-Figur Frodo Beutlin, liest er die Trilogie, kennt die Geschichte in- und auswendig.

Die Idee zu seiner Novelle kam Reichle-Röber bei einem Abendspaziergang an der Trave, bei dem er durch eine Horde Wildschweine überrascht wurde. Die Szene erinnerte ihn an die Tolkien-Trilogie. Langsam entwickelte sich seine eigene Geschichte, die sich um das Verschwinden einer Gruppe Kanuten auf der Trave rankt. Wie sich herausstellt, wurden diese durch ein Raum-Zeit-Paradoxon nach Mittelerde versetzt. Es dauert eine Weile, bis die Verschollenen das unglaubliche Geschehen realisieren. Gleichzeitig hat es eine Rotte Orks von den Ruinen Tharbads nach Nordstormarn verschlagen , wo sie die Bevölkerung der Trave-Dörfer tyrannisieren. Parallel dazu gelangt eine Rockergang mit ihren Maschinen nach Mittelerde, sowie ein israelisches Sonderkommando zur Rettung der Verschwundenen.

Wie eine Lokfelder Theatergruppe sich gegen die wütenden Orks an der Trave zur Wehr setzt, was das „Hulstentor“ in Moria mit dem Lübecker Holstentor zu tun hat und welche bekannten Nordstormarner Gesichter als Vorlage für die Hauptfiguren in der Geschichte vorkommen – das verrät Udo Reichle-Röber noch nicht. Allein für die Recherche hat er fast zwei Jahre benötigt – alles soll genau stimmen. Denn seine Novelle ist vor allem für Herr-der-Ringe-Fans geschrieben. „Und die kennen sich genau aus“, so der Autor. Personen und Inhalte hätten trotzdem alle einen Bezug zu seinem Leben. Ein „Kern von Wahrheit“ stecke darin. „Tharbad ist ein Action-Roman. Es wird schon viel gekämpft“, gibt er unumwunden zu. Kindern würde er die Lektüre nicht empfehlen. Ein Freund fand seine Geschichte gut, aber bemerkte, dass es wohl mehr eine „Kriegsberichterstattung“ sei. Schließlich kommen schwere Ausrüstung und sogar ein Panzer in der Novelle vor.

Sohn Tim sei sein bester Lektor gewesen: „Wenn er konzentriert weiterlas und sich nicht ablenken ließ, war das ein gutes Zeichen.“ Wer sich am Ende retten kann und ob man den Überlebenden ihr Abenteuer glaubt, lässt der Autor offen. Das Buch ist zu beziehen unter Telefon (04533) 79 12 21 und Mail info@trave-film.de.

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