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Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 15:36 Uhr

Kürbiszeit : Von Bischofsmütze bis Bonbon

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Staunen, Schlemmen und Schnitzen ist in diesen Wochen im Kürbisparadies in Braak bei Sylvia Adolf angesagt. Die Kürbisspezialistin des Hofes hat für jeden Kürbis das passende Rezept parat.

In leuchtendem Orange strahlen sie den Besuchern des Hofes schon bei der Einfahrt an: Kürbisse in allen Größen, Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Für die Pfanne als Gemüse, in den Topf für die klassische Suppe oder im Backofen gebacken als Nachtisch: Sylvia Adolf, die Kürbisspezialistin des Hofes, hat für jeden Kürbis das passende Rezept parat.

In den letzten 20 Jahren hat sie viel herumexperimentiert, bis es zu der heutigen Angebotsfülle kam. Über 110 Sorten, darunter amerikanische, australische, seltene, unbekannte und natürlich auch Zierkürbisse werden auf dem Hof Adolf im Hofladen angeboten. Und das alles nur, weil vor 20 Jahren für ein Stückchen Acker Saat für den Zuckermaisanbau fehlte, in dem die Familie übrigens mit etwa 30000 Kolben im Jahr der größte Anbieter in Norddeutschland ist.

Als Lückenbüßer wurde Kürbis ausgesät und führte zu einem unerwarteten Erfolg bei den Abnehmern: Gemüseläden, Restaurants, Altenheime. „Dann habe ich mich eingeklinkt und mich richtig damit beschäftigt“, sagt Sylvia Adolf. Und man sieht es der energischen Frau an: Kürbis anpflanzen, vermarkten und verarbeiten macht ihr so richtig Spaß.

Einige Tipps, was mit den Kürbissen machbar ist, gibt Sylvia Adolf den Käufern gerne, außerdem berät sie Kunden in ihrer „Kürbissprechstunde“, wie sie es scherzhaft nennt, auch zu Anbau und Krankheiten. Einige leckere Beispiele: Die „Bischofsmütze“ eignet sich zum Füllen mit Hack, nussig schmeckt der „Jester“, der „Bonbon“ entspricht seinem Namen und schmeckt süß, der amerikanische Eichelkürbis lässt sich gut als Nachtisch mit Butter, Zimt und Zucker backen, und den bekannten Hokkaido gibt es nicht nur in Orange, sondern auch in Grün, Blau und Grau. Eine Besonderheit ist der Spagettikürbis, der nach dem Garen im Backofen in spagettiartige Fäden zerfällt und genauso zubereitet werden kann, etwa mit Bolognese oder Pesto. Beliebt bei jungen Eltern ist der „Pink Jumbo Banane“, der auch genauso aussieht wie eine Banane in riesig. „Viele Mütter kochen ihn als Babybrei, weil er leicht süß schmeckt, aber er passt auch in Suppe oder als Gemüse in die Pfanne“, sagt Sylvia Adolf.

Für Eilige gibt es den Mikrowellenkürbis, der aufgrund seiner kleinen Größe in der Mikrowelle zubereitet werden kann, zum Beispiel gefüllt mit Frischkäse. Den „blauen Ungarn“ kann man panieren und wie ein Schnitzel braten. Und so könnte es mit Rezepten weitergehen, den Sylvia Adolf Ideen sind unerschöpflich. Auch eine eigene Gewürzmischung für Kürbiskuchen hat die Landfrau, die früher in einer Zahnklinik gearbeitet hat, selbst erfunden. Gern betont sie, dass die ganze Familie, drei Kinder, Schwiegerkinder, Eltern und ein Angestellter, insgesamt zwölf Personen, gemeinsam am Gelingen des „Kürbisparadies’“ arbeiten.


Kontakt: Der Hofladen (Im Dorf 8) hat in der Kürbissaison täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In der Schnitzstube können Eltern und Kinder nach Schablonen Halloweenkürbisse mit „Gelinggarantie“ schnitzen. Zur Stärkung steht Kaffee und natürlich Kürbiskuchen bereit.





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erstellt am 02.Okt.2013 | 18:00 Uhr

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