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Rückkehrer : Vom Profifußball vorerst zurück im Amateurlager

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zakaria Salhi hat eigentlich schon einen Vertrag beim algerischen Erstligisten Ain Fakroun unterschrieben. Bis dort aber seine Spielberechtigung vorliegt, sammelt der 22-Jährige Spielpraxis beim SV Eichede II in der Fußball-SH-Liga. Sonntag (15 Uhr) reist Husum an.

Eigentlich sollte er schon gar nicht mehr im rot-weiß gestreiften Trikot auflaufen: Zakaria Salhi hatte im Sommer einen Zwei-Jahres-Vertrag beim algerischen Erstliga-Aufsteiger CRB Ain-Fakroun unterschrieben. Doch seit knapp drei Wochen ist der 22-Jährige mit algerischen Wurzeln zurück bei seinem Heimatverein. Zwei Partien hat der Offensivspieler seither für den SV Eichede II in der SH-Liga absolviert. Gerd Dreller verspricht einen dritten Einsatz am Sonntag (15 Uhr) gegen die Husumer SV. „Er wird im Kader stehen“, versichert der Trainer der Steinburger. Salhi: Vom Profifußball zurück im Amateurlager.

Dass Salhi noch nicht in Algeriens Beletage aufläuft, liegt daran, dass sein neuer Club die Frist verpasst hat, vor der Saison die Spielberechtigung für ihn zu beantragen. Der 22-Jährige sammelt Spielpraxis daher auf eigene Faust. „Ich hatte damals bedauert, als ich gehört habe, dass er nicht zum Kader gehört. Jetzt bin ich froh, dass er wieder zurück ist“, sagt Dreller: „Er hat einen unbändigen Willen, die nötige Aggressivität im Zweikampf und Potenzial, was die Schnelligkeit angeht.“ Die soll Salhi auch gegen die Husumer SV im offensiven Mittelfeld ausspielen. Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, muss ein Sieg her. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe. Husum hat wie wir einige junge Spieler im Kader – aber wir haben drei Punkte fest eingeplant“, sagt Dreller. Er betont, dass seine Spieler die individuellen Fehler, die zuletzt zur 0:5-Pleite gegen Altenholz geführt hatten, analysiert haben: „Die Jungs wissen, was sie falsch gemacht haben.“

Auch Zakaria Salhi, dem Dreller Offensivdrang bescheinigt – aber auch noch Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Daran kann er bis Ende des Jahres noch in Eichede feilen. Zum 1. Januar 2014 sollen die Formalitäten in Algerien erledigt sein. Dann könnte der 22-Jährige im Profifußball Fuß fassen. Und auch Gerd Dreller würde es seinem Schützling gönnen, obwohl der Abstiegskampf ohne ihn schwerer würde: „Wenn alles klappt und er es im Profifußball schafft, dann freue ich mich natürlich für ihn.“

Auf den SSC Hagen Ahrensburg wartet derweil am Sonntag (15 Uhr) ein ganz dicker Brocken: Spitzenreiter VfB Lübeck gastiert auf dem Hagener Kunstrasenplatz. „Das ist ein Spiel, in dem wir nur überraschen können“, sagt Trainer Jan Jakobsen: „Wir wollen Lübeck so lange wie möglich ärgern. Vielleicht unterschätzen sie uns ja.“ Probleme gibt es beim SSC auf der Torwartposition: Mit Robert Block (Grippe) und Peter Grischke (Oberschenkelverhärtung) drohen beide Keeper auszufallen.

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erstellt am 11.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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