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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 08:46 Uhr

Reinbek : Vom „Museum im Schrank“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein neues Projekt im Schloss hatte jetzt Premiere: Kinder schlüpfen in Kostüme und erkunden Kulturgeschichte.

Wie kann man Kindern historische Ereignisse und Kulturgeschichte am besten vermitteln? Ganz einfach, in dem man sie in die damalige Zeit zurückversetzt und spielerisch nachempfinden lässt. Das Kulturzentrum Reinbeker Schloss hat jetzt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde des Schlosses“ ein Projekt entwickelt, das nun Premiere feierte. „Museum im Schrank“ lautet der spannende Titel, der für Kinder im Grundschulalter gedacht ist.

Ein roter Faden führt die Mädchen und Jungen quer durch das Schloss zu Objekten der damaligen Zeit, die sie auch anfassen dürfen. Den Anfang macht dabei der (fiktive) Brief einer Zofe, die von den Erlebnissen im Rahmen eines Besuches von Herzog Adolf berichtet. Bei einem Ritterspiel können die Kinder ihre Geschicklichkeit beweisen und aus einer riesigen Truhe Gegenstände entnehmen und begutachten. „Aber nur mit Handschuhen, es soll ja etwas der Museumseindruck entstehen“, lächelt die Leiterin des Kulturzentrums, Elke Güldenstein. Schließlich kommen die Kinder zu einem großen Schrank, den sie natürlich öffnen dürfen und dabei weitere Gegenstände der damaligen Zeit entdecken.

Der Clou an der besonderen ache ist, die Kinder bekommen für die rund eineinhalbstündige Tour Kostüme – vom Ritter bis zur Zofe ist alles dabei. 40 Kostüme in Kindergrößen gibt es, bezahlt hat diese Spezialanfertigungen der Verein Freunde des Schlosses. Das war zunächst gar nicht geplant: „Wir haben in diesem Jahr unser 40-jähriges Bestehen und wollten ein großes Konzert und einen Empfang veranstalten", sagt Vorsitzender Helmut Busch: „Aber dann hörten wir von diesem Projekt und haben es unterstützt, immerhin mit einer Summe von 6000 Euro.“

Jeweils Dienstagvormittag können Schulklassen das Angebot Museum im Schrank erleben, private Interessenten jeweils am Sonntagnachmittag. Die Teilnahme ist allerdings nicht ganz billig – 120 Euro kostet der Spaß. Maximal 20 Kinder sind möglich (Schulklassen), das bedeutet dann einen Einzelpreis von 6 Euro. Privat können sich mehrere Eltern zusammentun und sich dann den Eintritt teilen.


>Weitere Informationen unter der Mail-Adresse: anke.conradi@reinbek.landsh.de, oder unter der Telefonnummer: (040) 72734613.


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