Voller Elan ins Jahr

Auch der neue Kicker soll mehr genutzt werden:  Der Inihaus-Vorstand – Jan Kerkau (l.), Merit Schnauer und Till Riedinger – möchte die Anzahl der Veranstaltungen deutlich erhöhen.
Auch der neue Kicker soll mehr genutzt werden: Der Inihaus-Vorstand – Jan Kerkau (l.), Merit Schnauer und Till Riedinger – möchte die Anzahl der Veranstaltungen deutlich erhöhen.

Neuer Inihaus-Vorstand kündigt deutlich mehr Veranstaltungen an

shz.de von
23. Januar 2015, 15:54 Uhr

Mitte der 1990er Jahre war das Inihaus als Ort für verschiedene Initiativen – daher der Name – noch ein Traum von vor allem linkspolitischen Jugendlichen in der Kreisstadt. 1996 gab es ein erstes Benefizfestival am Kurparkstadion, das im Endeffekt der Startpunkt für das Inihaus und über Umwege auch für das heutige Klangstadt-Open-Air war. 1999 konnte dann schließlich das durch junge Oldesloer selbst renovierte Initiativenhaus in der Turmstraße hinter dem Bahnhof bezogen werden. Schnell entwickelte sich das selbstverwaltete Haus zu einem zentralen Anlaufpunkt für links- und sozialpolitisch Interessierte und vor allem auch für Bands aus der Region. 2014 konnte man nun also das 15-jährige Bestehen feiern.

Absurderweise war die Organisation der großen Feierlichkeit mit allem was dazu gehört – von einer Ausstellung über einen Empfang bis zum Konzert – so umfangreich, dass es das restliche Jahr über still um das Inihaus wurde. Auf der einen Seite schade für die lokale Szene, auf der anderen Seite aber auch ein gutes Zeichen. Denn anders als es das falsche öffentliche Image immer noch suggeriert, ist das Inihaus kein Ort, an dem es ständig Unruhe und Ärger gibt. Im Gegenteil. „Seit Jahren ist es hier wirklich entspannt“, sagt Merit Schnauer. Sie und die beiden weiteren neuen Vorstandsmitglieder Jan Kerkau und Till Riedinger wollen das Inihaus in den kommenden Monaten wieder mehr beleben. „Es war schon schade, dass es vor allem so wenig Konzerte gab im vergangenen Jahr“, erzählt Till. „Es soll jetzt mindestens eines im Monat werden.“

Ein erster Erfolg war bereits der Technik-Workshop am vergangenen Wochenende (wir berichteten). „Es kamen 20 junge Teilnehmer, die sich wirklich interessiert haben. Das war eine gute Sache und Techniknachwuchs können wir auch immer gebrauchen, um noch mehr Veranstaltungen durchführen zu können“, so Merit. Es sei insgesamt wichtig, das Inihaus wieder mehr „zu beleben“, um auch jüngere Generationen verstärkt anzsprechen. Denn mit dem Ende von Schule oder Studium würden viele Aktive wegziehen. „Wir sind aber absolut optimistisch, dass wir dieses Jahr wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt bekommen“, sagt Jan.

Schon in den ersten drei Monaten des Jahres sind es jetzt mehr Konzerte als im kompletten vergangenen. „Auch die Cocktail- und Helloweenparty sowie natürlich interessante politische Vorträge stehen auf unserer Liste“, so Till. „Außerdem wollen wir das Tischkickerturnier wieder ins Leben rufen. Ein neuer Tisch ist bereits eingeweiht.“

An Auftritten interessierte Bands können sich per E-Mail unter info@inihaus.de bewerben.

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