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Pilotprojekt : "Volksgesundheit durch Muskeltraining"

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In Ahrensburg werden 80 Teilnehmer für eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln gesucht. Qualitätsanbieter der Fitnessbranche aus der Bundesrepublik, Belgien und Österreich nehmen am Versuch teil. Mit dabei ist das Parador in der Schlossstadt.

Nur eine Stunde Muskeltraining pro Woche hat spürbar positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Davon geht die Deutsche Sporthochschule in Köln aus. Um das genauer zu erforschen, führt das angeschlossene Institut für Sportökonomie und Sportmanagement eine Breitenstudie durch. Mehrere hundert Qualitätsanbieter aus der Fitnessbranche aus der Bundesrepublik, Belgien und Österreich nehmen daran teil. Darunter ist auch das Parador in Ahrensburg.

„Volksgesundheit durch Muskeltraining“ heißt das Programm. Das Besondere daran ist die relativ geringe Zeit, die dafür aufgewendet werden muss. Damit können auch Stressgeplagte mit geringem Zeitbudget etwas für ihre Gesundheit tun. „Zweimal 30 Minuten pro Woche reichen aus“, sagt Physiotherapeutin Katrin Langer aus dem Parador: „Das bringt schon positive Veränderungen.“

Gesucht werden jetzt 80 Teilnehmer für die Studie. Ihr Muskelaufbau in acht Trainingseinheiten binnen vier Wochen wird dokumentiert und dann anonymisiert an die Sportwissenschaftler weitergeleitet. Das Training wird in dieser Zeit kostenlos angeboten, die Teilnehmer dürfen auch den Wellness-Bereich des Studios nutzen. Ergebnisse und Kraftzuwachs werden später von den Forschern unter Leitung von Prof. Christian Breuer von der Sporthochschule ausgewertet und später auch über das Parador an die Öffentlichkeit vermittelt.

„Wir möchten Menschen mit wenig Zeit für Sport begeistern“, sagt Parador-Geschäftsführerin Susanne Greve, „und ihnen so den Einstieg in ein regelmäßiges Training erleichtern.“ Das Angebot richtet sich deshalb besonders an nicht durchtrainierte Menschen, die bisher wenig für ihre Fitness getan haben. Dafür wird ein von den Wissenschaftlern entwickeltes Vier-Wochen-Programm genutzt. Nach einem Eingangsgesundheits-Check wird ein an die individuellen Voraussetzungen angepasstes Trainingsprogramm angeboten. Die Anforderungen werden an die Fortschritte der Teilnehmer angepasst und steigern sich so langsam. „Ein Trainer steht speziell für diese Gruppe zur Verfügung“, sagt Susanne Greve, „in Stoßzeiten auch zwei oder drei.“ Der Zeitpunkt dafür kann innerhalb der Öffnungszeiten frei gewählt werden. „Nach zehn Minuten Aufwärmtraining wird an den Geräten gearbeitet“, so Katrin Langer. Für die Einsteiger eigneten sich besonders das Rudergerät und die Beinpresse. Zum Abwärmen geht es zum Schluss auf das Rad, das hier neudeutsch Indoor-Cyclingbike heißt. Das Angebot stößt auf reges Interesse.

„Die Freiwilligen Feuerwehren aus Ahrensburg, Bünningstedt und Hoisbüttel haben sich bereits angemeldet“, so Susanne Greve. Auch Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach habe bereits sein Interesse bekundet. Bis Ende September sind noch Anmeldungen möglich.

 

 

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erstellt am 23.Aug.2013 | 11:11 Uhr

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