Elmenhorst : Viele Tiere – nur wenige Besucher

Prämiert: Lena Göttsch (l.) gewann in mehreren Kategorien mit ihren Tieren. Jens Körting (r.) sicherte sich bei den „Thüringern“ den ersten Platz. In der Mitte Organisator Carsten Wagner.
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Prämiert: Lena Göttsch (l.) gewann in mehreren Kategorien mit ihren Tieren. Jens Körting (r.) sicherte sich bei den „Thüringern“ den ersten Platz. In der Mitte Organisator Carsten Wagner.

Rassegeflügel- und Kaninchenschau leidet stark unter der Komplettsperrung der Bundesstraße 75 in Elmenhorst.

shz.de von
27. Oktober 2014, 06:00 Uhr

Der Blick von Carsten Wagner ging durch die halbleeren Gänge zwischen den zahlreichen aufgebauten Käfigen in der Elmenhorster Mehrzweckhalle. Der Vorsitzende des Rassegeflügel- und Kaninchenzuchtvereins Elmenhorst-Bargteheide. konnte eine gewisse Enttäuschung nicht leugnen. „Natürlich hatten wir uns mehr Besucher erhofft. Wir sind es ganz anders gewohnt. Im Gegensatz zu anderen Schauen ist es hier eigentlich immer voll“, sagte er. Der Grund für die sehr zurückgegangenen Besucherzahlen war allerdings schnell gefunden. Ausgerechnet am Ausstellungswochenende war die B 75 im Ort voll gesperrt.

Kein Durchkommen und somit auch keine Anfahrt zu den Parkplätzen. „Das ist unglücklich, aber zum Glück nehmen wir keinen Eintritt und sind finanziell nicht auf die Besucher angewiesen. Aber wir wollen unsere Tiere natürlich der Öffentlichkeit präsentieren“, so Wagner. Abgesehen von der unglücklichen Verkehrssituation sei es eine sehr gute Ausstellung gewesen. „Mit den Tieren und den Züchtern sind wir sehr zufrieden. Alles lief rund und wir sind auch sehr dankbar, dass wir diese tolle, helle Halle immer wieder zur Verfügung gestellt bekommen. Die Atmosphäre trägt sehr zum Gelingen bei und hebt sich von anderen Veranstaltungsorten ab“, erklärte Bernd Göttsch, der für die Vereinskasse und die Tierannahme verantwortlich ist.

Ein Highlight sei für alle Kenner der Materie auch die Sonderschau der Sussex- und Zwergsussex-Züchter gewesen. Wie bei jedem Verein heutzutage sei gerade die Darstellung in der Öffentlichkeit wichtig. „Auch wir haben Nachwuchsprobleme. Es müssten sich mehr Jugendliche einbringen“, so Göttsch. In seiner eigenen Familie ist dafür gesorgt. Tochter Lena konnte gleich in mehreren Kategorien erste Plätze mit ihren Kaninchen erlangen.

„Wer Kaninchen oder Geflügel züchtet, hatte meistens schon in der Jugend mit Tieren zu tun. Die Leidenschaft und Begeisterung wird dort gelegt“, sind sich Wagner und Göttsch sicher. Vorurteile vom langweiligen Leben im sprichwörtlichen Kaninchenzüchterverein seien Blödsinn. „Hier kommen verschiedenste Berufe und Bildungsgrade zusammen. Hier wird jeder akzeptiert. Das Hobby verbindet“, so Wagner.

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