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Barockpark Jersbek: : Viele Linden sind gefährdet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Jersbeker Barockpark wurden im vergangenen Jahr 17 Linden gefällt, 2016 bereits schon sechs.

Die Grundsanierung des Jersbeker Barockparks für rund 100  000 Euro ist zwar noch keine acht Jahre her, viele der 300 Jahre alten Linden sind aber hohl und entsprechend gefährdet. Vor der Grundsanierung drohte die Schließung des Parks, da der Kreis Stormarn sich nicht mehr in der Lage und willens sah, für die Standsicherheit finanziell gerade zu stehen.

Die Grundsanierung zahlten zahlten größtenteils das Land, die Aktiv-Region Alsterland, der Denkmalpflege-Fonds und Besitzer Julius von Bethmann Hollweg, der sich auch am jährlichen Unterhalt beteiligt, ebenso wie bis 2019 auch der Kreis. Zudem rief die Sparkasse Holstein 2010 die „Stiftung Barockgarten Jersbek“ ins Leben, deren Stammkapital mittlerweile 200    000 Euro beträgt.

Auf diesen Grundlagen wurde der „Förderverein Jersbeker Park“ gegründet, der sich als Pächter des unter Denkmalschutz stehenden Jersbeker Parks um die Pflege der historischen Anlage kümmert und Führungen anbietet, aber eben auch für die Verkehrssicherungspflicht sorgen muss. Eigentlich war die Stiftung gedacht, um die teuren Grundsanierungen zu finanzieren. Das hat sich aber geändert. „Solche großen Maßnahmen wollen wir eigentlich vermeiden und lieber sukzessive Baumpflege betreiben“, sagt Vereinsvorsitzender Thimo Scheel.

Dafür holte man sich einen Sachverständigen, der ein Baumkataster der rund 600 Linden erstellte und jede einzelne zweimal jährlich in Augenschein nimmt. Nur dann ist man rechtlich auf der sicheren Seite, falls ein Parkbesucher durch herabfallende Äste verletzt werden sollte. „Ein Baum ist letztes Jahr umgestürzt, allerdings nicht auf einen Gehweg“, sagt Scheel. Weitere 17 Linden wurden 2015 gefällt, in diesem Jahr bereits sechs, aber „natürlich wird nachgepflanzt.“

Die Erstellung des Katasters und die regelmäßig Baumpflege schlagen finanziell aber zu Buche. 10  000 Euro bewilligte die Sparkassen-Stiftung, den Bescheid den übergab Jörg Schumacher jetzt an Thimo Scheel. Weiteren gut 8000 Euro sollen von der Denkmalpflege kommen. „Den Rest können wir als Verein dann wuppen“, sagt Scheel.

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