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Stormarner Tageblatt

19. September 2017 | 15:44 Uhr

Elmenhorst : Viele kennen den Garten nicht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

20 Freiwillige brachte das Gelände hinter dem Mehrzweckhaus auf Vordermann. In Fischbek geht es noch mal um Glasfaser.

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 06:45 Uhr

Schmuck sieht er wieder aus, der Elmenhorster Garten. Zu verdanken ist das etwa 20 freiwilligen Helfern, die sich am Wochenende zu drei Stunden Gartenarbeit trafen. Sie beseitigten die Wildkräuter in den Anlagen, stachen die Rasenkanten und Baumscheiben ab und fegten das letzte Laub weg. Zum Team gehörten auch Bürgermeister Bernd Bröcker und seine bneiden Vorgänger Karen Rinas und Uwe Prescher.

Seit der Eröffnung vor vier Jahren ist das Gelände hinter dem Mehrzweckhaus zu einer Naturoase geworden. Insektenhotel, Steingarten, Streuobst, Feuchtbiotop und vieles mehr sind auf der ehemaligen Bullenkoppel entstanden. Dazu gibt es anschauliche Informationen über die Geschichte des Dorfs, die auch über bearbeitete, historische Steine aller Art vermittelt wird.

„Viele Einwohner kennen den Garten noch gar nicht“, bedauert Dr. Gabriele Leiber-Ohl aus Fischbek, die den Aktionstag leitete: „Wir möchten den Garten pflegeleichter machen, um die Arbeit für den Bauhof zu erleichtern.“ Über mehr engagierte Bürger würde sich die Zahnärztin freuen: „Es sind immer die Gleichen, die aktiv werden.“

Konzipiert wurde die Anlage vom Elmenhorster Montagsforum. Das trifft sich „an jedem ersten Montag im Monat um 10 Uhr, und für Berufstätige jetzt auch an jedem dritten Dienstag um 19 Uhr im Mehrzweckhaus“, sagt Hermann Kielhorn, der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport. In den Forums sollen die Bürger ihre Ideen und Anregungen einbringen. „Nicht nur zur Gestaltung des Gartens, sondern zu allen Fragen, die unsere Gemeinde betreffen“, sagt Kielhorn. Es sollten sich nicht nur Politiker an der Zukunftsplanung beteiligten.

Ein Problem beschäftigt die Elmenhorster zurzeit besonders. Die Gemeinde wünscht den Anschluss an die Datenautobahn. Bisher sind nur das Neubaugebiet am Heisch und Bargkoppel ans schnelle Datennetz angeschlossen. Die Vereinigten Stadtwerke Media (VSM) würde auch den Rest der Gemeinde über Glasfaserkabel versorgen – wenn sich 55 Prozent der Haushalte dafür entscheiden.

„In Elmenhorst haben wir die Quote schon erreicht“, sagt Bröcker, „im Ortsteil Fischbek leider noch nicht.“ Eine digitale Teilung des Dorfs sei aber nicht wünschenswert. „Die Einwohner sollten die Wertsteigerung ihrer Häuser bedenken“, argumentiert er. Wer sich rasch entscheide, spare zudem die Anschlusskosten von 800 Euro. Im Lauf des Sommers sollen die Anschlüsse fertig sein.

Bröcker sieht ein Informationsdefizit: „Die Datenmengen im Internet werden immer größer, wir müssen zukunftsfähig werden.“ Bei zwei Veranstaltungen in Fischbek soll jetzt noch einmal für das Projekt geworben werden. Am heutigen Montagen sowie am Montag, 5. Mai gibt es ab 19 Uhr Infos im Feuerwehrhaus. Und das VSM-Infomobil wird am Sonnabend, 10. Mai, ab 10 Uhr in Fischbek sein.

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