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Sieker Kapriolen : Viele Bienen und eine Ausgleichslinde

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Hobby-Imker erlebt eine böse Überraschung, die ein gutes Ende nimmt

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Hobby-Imker Georg Baesler versteht die Welt nicht mehr: Da geht er mit der Imkerei einem ökologisch wertvollen Hobby nach und wird dafür auch noch bestraft. Und das, obwohl er eigentlich nichts falsch gemacht hat. Die Vorgeschichte: Vor sechs Jahren möchte der Imker aus Hamburg einen Teil seiner Bienenstöcke in den Raps stellen. „Meine Kunden lieben Rapshonig“, weiß er. Er fragt die Besitzerin eines Grundstückes am Bültmoor, nahe Ahrensfelde, ob und wo er seine Stöcke platzieren darf. Die Grundstücksbesitzerin weist ihm eine Ecke zu, er baut einen Unterstand und stellt fünf Bienenstöcke auf. Das Dumme: Die Ecke gehört gar nicht mehr der Eignerin, was dieser nicht bewusst ist, aber dem Amt Siek. Prompt gibt es Post vom Kreisbauamt, Baesler habe eine bauliche Anlage ohne Genehmigung errichtet und solle sie entfernen. Er legt Widerspruch ein, weist auf die Bienen als wichtigen Teil der Natur hin. Der Kreis lenkt ein, die Baugenehmigung wird nachträglich erteilt, aber unter Auflagen, weil er den Boden durch den Bau des Unterstands „versiegelt“ habe. „Das war gar nicht so, das Wasser konnte abfließen, aber das zählte nicht“ so Baesler. Er bekommt die Auflage als Ausgleich in der Nähe eine Linde zu pflanzen. Da sich in der Nähe kein geeigneter Standort findet, wird die Linde nun an den Kreisel hinter dem Supermarkt gesetzt. Bürgermeister Arnold Trenner: „Einerseits freue ich mich über den Baum. Andererseits ärgere ich mich, dass Herr Baesler bestraft wird, weil er was für die Natur tut“. Die Linde kostet 180 Euro, weitere 159 Euro sind Verwaltungsgebühren. Die Gemeindearbeiter nahmen die korrekte Pflanzung der Linde vor, so dass dadurch nicht noch weitere Kosten anfielen.




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