Viele Anregungen für Ahrensburg

Gespannt verfolgen die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen.
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Gespannt verfolgen die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen.

Boote auf dem Schlossgraben und Grünflächen auf dem Rathausplatz: Bürgerwerkstatt zum Innenstadtkonzept

shz.de von
23. November 2015, 00:32 Uhr

Die Einwohner von Ahrensburg entdecken ihre Stadt neu. Zumindest gab es in der Bürgerwerkstatt „Innenstadt/ Schlossbereich“ (Städtebaulicher Denkmalschutz) am Sonnabend viele Anregungen, wovon die eine oder andere neu ist. Beispiel: Die mögliche Bebauung des Stormarnplatzes. Die Sportplätze würden dann an einen anderen Standort verlegt.

Fünf Arbeitsgruppen hatten sich im Peter-Rantzau-Haus zusammengefunden, um Zukunftsbilder und Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten: Stadtplätze und Freiräume, Erreichbarkeit und Durchquerbarkeit der Innenstadt, Wohnen in der Innenstadt, Erlebnis Innenstadt und Historisches Erbe, Baukultur, Identifikation.

Die Bürgerwerkstatt ist nach der Auftaktveranstaltung im September, dem Tag der Barrierefreiheit und dem Jugendworkshop die vorerst letzte öffentliche Meinungsbildung zum Städtebauförderungs-Programm, in das die Stadt im vergangenen Jahr aufgenommen wurde. Eine Überraschung war ein Ergebnis der Arbeitsgruppe Innenstadt – der Standort für das geplante Kino. Ob am Bahnhof oder an der Alten Reitbahn wurde mit geteilten Gefühlen gesehen, eine klare Entscheidung gab es nicht. Dafür gab es ein klares Votum für den Bereich Alter Markt. Der historische – einst quadratische – Platz müsse umgestaltet und aufgewertet werden. Auch die schon im Jugendworkshop entstandene Idee, den Schlosspark bis zu den Gottesbuden zu erweitern, wurde auf die Wunschliste gesetzt.

Vier Eckpunkte rund um das Schloss sollen genauer betrachtet und in den Bereich Innenstadt/Schloss besser eingebunden werden: Wassermühle, Marstall, Bagatelle und Schlosskirche. Schöne Idee: Bootsfahrten im Sommer für Kinder rund um das Schloss. Daueridee: Die optische Verbesserung der innerstädtischen Hamburger Straße, verbunden mit der Überlegung, die Fahrtrichtungen für Manhagener und Hagener Allee sowie der Hamburger Straße umzudrehen.

Während die Große Straße in ihrem Bestand bleiben könne – etwas mehr Bänke könnten sein – appellierten die Teilnehmer an die Betreiber des CCA, endlich die trostlose Situation am östlichen Eingang zur Großen Straße zu verbessern. Dort stehen seit geraumer Zeit zwei Ladenflächen leer, eine Holzwand sorgt nicht gerade für Einkaufsatmosphäre.

Und schließlich der Rathausplatz: Teilweise soll der Großparkplatz nach den Wünschen der Bürger begrünt werden. Dipl.-Ingenieur Frank Schlegelmilch (Stadt- und Regionalplanung Baumgart + Partner), zeigte sich beim Fazit der Bürgerwerkstatt erfreut über das Engagement und die Vorschläge. „Wir werden jetzt alle Details zusammenfassen und in 14 Tagen veröffentlichen, eine weitere öffentliche Veranstaltung könne es Mitte 2016 geben.“

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