Hamberge : Viel Platz für mehr Kinder

Im Februar soll der Anbau der Kita Regenbogen fertig sein. Dann gibt es Plätze für 130 Kinder.
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Im Februar soll der Anbau der Kita Regenbogen fertig sein. Dann gibt es Plätze für 130 Kinder.

Gemeinde reagiert auf die große Nachfrage nach Kita- und Grundschulplätzen.

shz.de von
05. Januar 2018, 06:00 Uhr

Die Gemeinde Hamberge wächst stetig. Immer mehr Familien mit Kindern siedeln sich am Rand von Nordstormarn und in der Nähe von Lübeck an. Neue Baugebiete sind entstanden. Die Nachfrage nach Kindergarten- und Schulplätzen ist groß. Der evangelische Kindergarten Regenbogen platzt aus allen Nähten. Nahezu verdoppelt werden soll die Anzahl der zu vergebenen Plätze auf rund 130.

Bürgermeister Paul-Friedrich Beeck: „Unsere Gemeinde wächst stetig, da müssen wir dem Bedarf an Betreuungsplätzen durch einen Neubau gerecht werden.“ Man habe in Hamberge sehr viele Kinder – auch aus den neuen, bereits bezogenen Baugebieten. Viele mussten bereits in den umliegenden Kindergärten untergebracht werden. Einige Eltern müssen ihre Kinder in den evangelischen Kindergarten Sternschnuppe in Reinfeld bringen, der 32 Plätze für die Amtsgemeinden vorhält. Zwar gebe es in der Kita Hamberge momentan 55 Plätze für Drei- bis Sechsjährige und zehn Krippenplätze sowie einige Plätze in der Tagesbetreuung Apfelwiese, aber das reiche bei weitem nicht aus. Zwei Krippen- und zwei Elementargruppen soll die Kindertagesstätte zukünftig beherbergen.

Bereits im Februar vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten zur Erweiterung des Kindergartens. Doch nun kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, so dass der Anbau erst im nächsten Monat fertiggestellt werden kann. Geplant war das Ende der Bauarbeiten bereits für den 1. Dezember. Die Handwerker waren jedoch so ausgelastet, dass sie den Termin nicht geschafft haben. 1,7 Millionen Euro ist der Kostenrahmen für das Projekt, der, laut Bürgermeister, nicht überschritten werde. Auch Zuschüsse für den Kita-Bau gingen nicht verloren.

15 Kinder können trotz der laufenden Bauarbeiten ab Januar bereits neu in der Kindertagesstätte aufgenommen werden. Das Team wird durch sechs neue Mitarbeiterinnen ergänzt, die bereits eingestellt wurden.

Die Gemeinde wird dem großen Ansturm auch mit der Erweiterung des Schulbaus gerecht, der von einzügig auf zweizügig aufgestockt wird. Hatte man vor einigen Jahren noch Probleme, die kleine Grundschule mit den erforderlichen 80 Schulkindern zu füllen, ist die Anfrage von Eltern jetzt groß. Daher wird zur Zeit kräftig gebaut. Neue Räume entstehen für 1,3 Millionen Euro. Eine Mensa mit über 100 Plätzen und drei neue Klassenräume auf insgesamt 520 Quadratmetern – die Grundschule Hamberge rüstet kräftig auf.

Gudrun Wrage ist seit fast zwei Jahren Schulleiterin der Grundschule mit zur Zeit 117 Kindern. Inzwischen sind die ersten beiden Klassen bereits zweizügig. Der Bürgermeister rechnet langfristig mit mindestens 150 Mädchen und Jungen. „Die Schule war am Limit. Daher mussten wir handeln“, so Wrage. Fördergelder sind für die Schulerweiterung nicht vorgesehen. Geplant ist das Ende der Bauarbeiten bereits zum nächsten Schuljahr, was mit einem Festakt für Jung und Alt am 30. Juni gefeiert werden soll.

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