Weihnachtsbeleuchtung : Viel Licht, wenige Spender

Erleuchtete Fußgängerzone:           Trotz aller Diskussionen verschönert auch 2013 die Weihnachtsdeko die Oldesloer Innenstadt.
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Erleuchtete Fußgängerzone: Trotz aller Diskussionen verschönert auch 2013 die Weihnachtsdeko die Oldesloer Innenstadt.

In Stormarns Städten wurde kurz vor dem 1. Advent die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. In Bad Oldesloe hatte es wie in Ahrensburg vorab wieder Ärger um die Finanzierung gegeben.

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29. November 2013, 19:44 Uhr

Die Weihnachtsbeleuchtung in Stormarns Städten erstrahlt im vollen Glanz. In Bargteheide lief im Vorfeld alles reibungslos, in Bad Oldesloe und Ahrensburg gab es wie im vergangenen Jahr Ärger um die Kosten. Geklappt hat es trotzdem. In der Kreisstadt kam der stellvertretende Bürgermeister Horst Möller (CDU) zum Einschalten der leuchtenden Innenstadtdeko gekommen war. Also Ende gut alles gut?

Bürgermeister Tassilo von Bary und die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute hatten sich zusammengesetzt und ein neues Konzept präsentiert. Dieses Mal keine große Spendenaktion wie 2012, sondern ein Appell an den guten Willen der Kaufleute. Man wollte erreichen, dass sich auch viele Nicht-Mitglieder der GOK an den Kosten beteiligen. „Den Rest gibt dann die Stadt hinzu“, so die Einigung laut von Bary.

Die Spendenaktion lief ordentlich, aber nicht so gut wie erhofft. GOK-Vorsitzende Susanne Relling-Peters ist daher auch verhalten enttäuscht. „Es läuft tatsächlich schleppend, aber wir sammeln ja noch“, sagte sie am Rande der Einschalt-Zeremonie. Sie geht persönlich in die Geschäfte und erklärt das Anliegen. „Manche geben aber nichtmal einen kleinen Betrag“, so Relling-Peters. Mit gutem Beispiel ging die Bowlerei voran. Zwar gab Oke Käselau von der Eventgastronomie im Sandkamp kein Geld für die Beleuchtung, aber er spendete mehrere Tannenbäumen für die Innenstadt. Darunter der große, ebenfalls beleuchtete Baum auf dem Marktplatz.

Im Gegensatz zum Vorjahr hatten die GOK und die Stadt auf eine große Aktion mit viel Rahmenprogramm rund um das Einschalten verzichtet. „Das war letztes Jahr ein wenig zu viel und zu hektisch. Es war wenig atmosphärisch und der eigentliche Sinn ging verloren“, so Relling-Peters.

Nun kam es zum anderen Extrem: Das Einschalten fand fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, als der Großteil der Innenstadtgeschäfte bereits geschlossen hatte. So war der Moment selbst ein wenig unspektakulär, als eine fast menschenleere Fußgängerzone Punkt 19 Uhr erstmals in feierlichen Glanz getaucht wurde. Die wenigen Passanten bedauerten das. Vor allem mit Blick auf die Diskussionen im Vorwege. „Da kann man mehr draus machen. Müsste man sogar“, war die überwiegende Meinung.

In Bargteheide musizierte zum Einschalten der Posaunenchor der ev.-lutherischen Kirchengemeinde, der Ring Bargteheider Kaufleute (RBK) gab Glühwein und die Sparkasse Kekse aus. Vor der Filiale des Hauptsponsors Hamburger Sparkasse zählte Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth auf Null herunter. Per Handy-Kontakt zu den Technikern wurden die 200 Weihnachtssterne über Bargteheides Einkaufsmeile ins Funkeln gebracht. RBK-Vorsitzende Regina Scheel: „So können wir unsere Einkaufsgäste stimmungsvoll begrüßen.“ „Die über 40 Jahre Beleuchtung kostet uns alljährlich etwa 11 000 Euro für Strom, Material und Instandsetzung“, sagte RBK-Sprecherin. Tanja Wilke. Die Stadt sorgt für die Aufstellung der Masten für die Sterne und Girlanden. „Das ist schon etwas Besonderes, wenn man sieht wie andere Städte damit umgehen“, sagte Bürgermeister Henning Görtz mit Blick auf Ahrensburg und Bad Oldesloe.

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