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umzingelte Gemeinde : Viel Lärm, wenig Sicherheit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

A1, A20 und die B75: Die „Hamberger Rampe“ soll die Lärmbelästigung in der Gemeinde verringern helfen.

Die Gemeinde Hamberge kämpft seit den 90-er Jahren gegen die steigende Lärmbelästigung durch die B 75, die A1 und die A 20. Dass die Belastung längst die zulässige Grenze überschritten hat, beweist ein Lärmschutzgutachten, das vor vier Jahren erstellt wurde. „Bereits 2008 haben wir Lärmschutzmaßnahmen beschlossen“, erklärt Bürgerermeister Paul-Friedrich
Beeck. Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung beschäftigten sich die Mitglieder erneut mit dem Lärmaktionsplan und unterstrichen ihre Forderungen mit diversen einstimmigen Beschlüssen. 40 Prozent der Hamberger seien vom Lärm der A1 und der B 75 betroffen, vor allem die Anwohner des Flieder- und Sandweges, so Bürgermeister Paul-Friedrich Beeck (CDU).

Die Gemeindevertreter fordern die Verlängerung und Erhöhung der Lärmschutzwand, einen schalldämpfenden Straßenbelag sowie die Herabstufung der B 75 zur Landesstraße innerhalb des Ortes. Die Breite der Straße soll auf neun Meter zurückgebaut werden, im Ort soll künftig nach dem Willen der Hamberger Tempo 30 herrschen sowie ein Nachtfahrverbot für Lkw. Paul-Friedrich Beeck und die Gemeindvertreter wünschen sich außerdem eine Umsetzung des Ortsschildes um 500 Meter aus Fahrrichtung Reinfeld. Falls dies nicht möglich ist, soll die Geschwindigkeit von jetzt 100 auf 50 Stundenkilometer reduziert werden. Es könne nicht sein, dass der Kreis hier erst kürzlich die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/H aufgehoben habe. „Das liegt uns nicht nur aus Lärmgründen, sondern auch wegen der Verkehrssicherheit am Herzen“, betont der Bürgermeister. Denn auf der Strecke befindet sich die Abfahrt zur Kanu- und Biwakstation, die im Rahen der von der Sparkassenstiftung unterstützen Initiative „Naturerlebnis Wasser“ regelmäßig von Viertklässlern aus dem gesamten Kreisgebiet besucht wird. „Wie sollen die Schüler bei Tempo 100 die Bundesstraße queren, wenn sie zur Bushaltestelle gehen?“,fragt sich Beeck. Ein entsprechender Antrag wird jetzt an den Kreis geschickt. Beeck: „Wenn der Kreis das ablehnt, trägt er die Verantwortung.“

Mit der Planung der so genannten „Hamberger Lösung“ sind die Betroffenen vor zwei Jahren schon einen kleinen Schritt weiter in Richtung Lärmreduzierung gegangen. Eine Autobahnauffahrt und eine Autobahnabfahrt sollen kurz vor Hamberge zwischen der Brücke über die A 1 und dem Ortsbeginn entstehen. Das Besondere an der „Hamberger Rampe“ ist, dass der Verkehr nicht mehr durch Hamberge fließen muss, sondern schon vorher abgeleitet, beziehungsweise um den Ort herum geführt wird. Die Gemeinde verspricht sich eine Lärm- und Verkehrsreduzierung von 60 Prozent. Beeck: „Die neusten Informationen sind, dass das Planfeststellungsverfahren erst 2014 los geht.“




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erstellt am 31.Okt.2013 | 14:52 Uhr

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