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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:41 Uhr

Viel Harmonie und etwas Erbsensuppe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Letzte Oldesloer Stadtverordnetenversammlung vor dem Jahreswechsel

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Ein bisschen Aufregung, eine Überraschung, ein paar Scherze und herzliche Weihnachtsgrüße – die letzte Stadtverordnetenversammlung des Jahres 2013 in der Kreisstadt verlief ruhig. Nur rund eine Stunde brauchten die Lokalpolitiker und die Verwaltungsvertreter, um die wenigen noch anstehenden Themen über die Bühne zu bringen.

Bürgermeister Tassilo von Bary berichtete, dass der Haushalt 2014 vom Land genehmigt worden sei. Die erfolgten Nachbesserungen und Streichungen seien also ausreichend gewesen.

Ein wenig Aufregung gab es bei dem Antrag der Freien Bürger Oldesloe (FBO) auf Umbesetzungen in den Ausschüssen. Wolfgang Schmidt hatte in der vergangenen Woche im Zorn die Bürgerpartei verlassen hatte – weil er mit dem dominanten Führungsstil innerhalb der FBO durch Matthias und Patricia Rohde nicht einverstanden gewesen sei. Um Streitigkeiten zwischen den nun ehemaligen Parteifreunden von vornherein zu vermeiden, wurde Freidemokrat Hinrich Stange quasi als Puffer zwischen Schmidt und die FBO gesetzt, die nun nur noch über zwei Sitze verfügt. Sein Mandat will Schmidt nämlich nicht zurückgeben, sondern als Parteiloser in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung bleiben.

Normalerweise sind durch Austritte erfolgte Umbesetzungen der Ausschüsse eine Art Selbstgänger, da jede Partei ihr Personal selbst bestimmt. Doch dieses Mal, und das war eine Premiere, wollte die SPD nicht mitspielen. „Wir wissen, dass das ungewöhnlich ist, aber wir können die Sinnmäßigkeit in diesen Umbesetzungen nicht erkennen“, so Hans-Herrmann Roden. Im Januar komme es durch den Austritt von Schmidt aus der FBO sowieso zu einigen Umwälzungen in den Ausschüssen. Die Gremien würden aber vor Januar gar nicht mehr tagen. „Warum sollen wir da jetzt also Neu- und Umbesetzungen abstimmen, die sich dann im Januar direkt wieder ändern. Wir sehen darin keinen Sinn und stimmen daher nicht zu“, sagte Roden.

Ein wenig sinnlos kam Karin Hoffmann (Grüne) auch das nachträgliche Abnicken von angenommenen Spenden durch die Stadt vor. „Kann mir das mal einer erklären bitte? Wenn wir nun nicht zustimmen, müssen dann die hundert Liter Erbsensuppe vom Adventsmarkt der Jugendfeuerwehr zurückgegeben werden?“, fragte sie süffisant. Auch wenn diese Anfrage für viel Gelächter sorgte, wollte sie eine ernsthafte Auskunft.

„Es ist eine reine Formalie. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Spenden nochmal bestätigt werden. Ich sehe da auch kein Problem. Wir müssen das so machen“, war die pragmatische Antwort von Bürgerworthalter Rainer Fehrmann.


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