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Premierensieg : VfR Neumünster besteht ersten Test ohne Lamce

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist VfR Neumünster hat sich in einem Testspiel bei Verbandsligist Concordia Schönkirchen mit 2:0 (1:0) durchgesetzt. Es war der erste Auftritt der Schwalestädter nach der Trennung von ihrem langjährigen Coach Ervin Lamce.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2014 | 07:00 Uhr

Als bessere Trainingseinheit erwies sich das erste Spiel des Fußball-Regionalligisten VfR Neumünster ohne (Ex-)Trainer Ervin Lamce. Rasensport gewann beim Tabellenfünften der Verbandsliga Nord-Ost, TSG Concordia Schönkirchen, mit 2:0 (1:0). Es sollte der letzte Test vor der Fortsetzung der Meisterschaftsrückrunde am morgigen Sonnabend beim Hamburger SV II sein. Gestern Mittag jedoch kam die Nachricht: die Partie bei der Bundesliga-Reserve fällt wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus.

Erstmals stand Interimscoach Helmut Szpadzinski als Hauptverantwortlicher des VfR an der Seitenlinie. Engagiert ging er mit, Engagement zeigten aber auch seine Kicker. Auffällig war die Agilität von Gentian Durak, auch Patrick Christophersen unterstrich immer wieder seinen Wert als Mosaikstein vor der Viererkette. Da Schönkirchen sich nicht versteckte, eine kompakte Leistung in der Defensive zeigte und bei vier, fünf guten Chancen sogar einen Treffer auf dem Fuß hatte, konnten Szpadzinski und der neue „Co“ Carsten Pukaß einige Erkenntnisse gewinnen. Unverändert problematisch gestaltete sich bei den Lila-Weißen abermals die vorderste Linie, wo ein waschechter Stürmer vermisst wird. Schön herausgespielt waren freilich die beiden einzigen Treffer des Abends. So traf Christopher Kramer satt aus 15 Metern halb hoch ins rechte Eck (26.), ehe Ermir Zekjiri mühelos eine kluge Ablage von Kevin Schulz zum 0:2 verwerte (59.). Überdies traf Kevin Zschimmer frühzeitig den Querbalken der Concorden (6.).

„Angesichts der emotionalen Unruhe, die zurzeit im Verein herrscht, war der Auftritt in Ordnung“, urteilte Szpadzinski, der von einem „flotten Spiel“ sprach und den Abgang von Lamce nicht weiter kommentieren wollte. „Ich bin von der Entwicklung genauso überrascht wie alle anderen auch“, war das Einzige, was sich der 44-Jährige entlocken ließ.

Sorgenfalten bereiten dem VfR die vielen Lädierten im mittlerweile auf 22 Akteure geschrumpften Kader. So fehlten neben dem langzeitverletzten Michél Harrer der nach wie vor wegen muskulärer Probleme nicht einsatzfähige Kapitän Finn Thomas, der leicht erkältete Amando Aust, Marco Schultz (Brustbeinbruch), Patrick Nagel (Verdacht auf Bänderriss), der im Aufbautraining befindliche Jakob Olthoff und Torhüter Marcus Hesse, der wegen eines Meniskusrisses in Kürze am Knie operiert werden und möglicherweise bis zum Saisonende ausfallen wird. Zu allem Überfluss bekam dann auch noch Christian Rave in Schönkirchen einen Tritt auf die Achillessehne und schied bereits nach rund zehn Minuten aus. „Wir hoffen, dass es nur eine Reizung ist und Rave bald wieder auflaufen kann“, sagte Szpadzinski.

Derweil häufen sich beim VfR-Vorsitzenden die E-Mails. „Mein Postfach quillt über, so viele Trainer bewerben sich bei uns“, verriet Detlef Klusemann. Marschroute sei aber für die kommenden zwei, drei Wochen, mit Szpadzinski und Pukaß weiterzumachen. „Das ist wichtig, um erst einmal wieder Ruhe im Verein einkehren zu lassen.“

Schönkirchen – VfR Neumünster 0:2 (0:1)
TSG Concordia Schönkirchen: Bohrmann – Wittstock, Lapatzki (80. Lüders/wieder eingewechselt), Lüders (46. Dienelt), Nickel – Degenhardt, Hungerecker (46. V. Schneider) – Stelmaszewski (46. Kukwa), Sell, K. Schneider (46. Wagner) – Schindler.


VfR Neumünster: Kassler (46. Gabrielides) – Rave (13. Ju, 63. Michalowski), Bönigk, Jakubowski, Durak – K. Schulz, Christophersen – Kramer (63. Zschimmer/wieder eingewechselt), Ingreso, Zschimmer (46. Schlagelambers) – Zekjiri (63. Okyne).

SR: Glowatzka (Schilksee).

Zuschauer: 20.

Tore: 0:1 Kramer (26.), 0:2 Zekjiri (59.).


Gelbe Karte: Schindler (Schönkirchen, 10./Foulspiel).

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