Chancenarm : VfL verkauft sich teuer, hat aber dennoch das Nachsehen

Tobias Fischer (re.) und der VfL Oldesloe unterlagen Florian Sax und Eutin 08 mit 0:1.
Tobias Fischer (re.) und der VfL Oldesloe unterlagen Florian Sax und Eutin 08 mit 0:1.

Abstiegsbedrohter Fußball-Verbandsligist aus Oldesloe muss sich Ligaprimus Eutin mit 0:1 geschlagen geben.

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17. März 2014, 05:15 Uhr

Von einem Außenseitererfolg haben sie vielleicht geträumt, doch wirklich daran geglaubt, dem immer noch unbesiegten Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga Süd-Ost, Eutin 08, ein Bein stellen zu können, hatte offensichtlich niemand. „Nach der deutlichen 1:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Moisling vor einer Woche ging es für uns darum, dass wir nicht auseinander genommen werden“, sagte Andre Behrens, Co-Trainer des VfL Oldesloe, und hatte sich daher mit Chefcoach Sven Buntfuß für eine Defensivstrategie entschieden. Zu einem Punktgewinn aber reichte es nicht – mit 0:1 (0:1) mussten sich die abstiegsbedrohten Stormarner der Elf von Trainer Mecki Brunner geschlagen geben.

Behrens nahm die Niederlage letztlich gelassen hin: „Der Abstieg wird sicherlich nicht in den Spielen gegen solche Mannschaften entschieden, sondern gegen die direkte Konkurrenz“, sagte der Assistenztrainer und bemühte sich, das Positive in den Vordergrund zu stellen. „Wir haben gut verteidigt, nicht viel zugelassen. Das war zunächst das Wichtigste.“

Die Oldesloer beschränkten sich von Beginn an bei schwierigen Bedingungen und starkem Gegenwind darauf, das eigene Tor zu verteidigen. Eutin war optisch überlegen, konnte sich aber zunächst keine Chancen erspielen. Die erste allerdings nutzten die Gäste. Nach einer Unachtsamkeit in der VfL-Hintermannschaft traf Mehmet Akyol zur Gästeführung (25.). Damit waren die Oldesloer gezwungen fortan aktiver zu werden. Doch nach vorne ging so gut wie nichts. „Wir sind kaum aus der eigenen Hälfte gekommen, geschweige denn in den gegnerischen Strafraum“, gestand Behrens. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel und mit Rückenwind lange Zeit nichts. Erst in der Schlussphase besaßen die Stormarner zwei Möglichkeiten, um den Rückstand auszugleichen. Zunächst verpasste Christian Biermann jedoch eine Espe-Flanke, ehe kurz vor Ultimo Nikita Bojarinow freistehend im Strafraum das Leder am 08-Kasten vorbei setzte. „Mit Glück wäre also ein Punkt drin gewesen, aber unter dem Strich geht auch diese knappe Niederlage in Ordnung, unsere Punkte für den Klassenerhalt müssen wir woanders holen“, bilanzierte Behrens.

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