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Abstiegskampf : VfL Oldesloe verschärft Trittauer Ergebniskrise

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Fußball-Verbandsliga hat der VfL Oldesloe das Stormarnderby beim TSV Trittau mit 3:1 gewonnen. Dadurch beendeten die Oldesloer ihre Negativserie und zogen die Trittauer noch weiter in den Abstiegskampf.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Es wird eng im Tabellenkeller: Die Verbandsliga-Fußballer des VfL Oldesloe haben mit ihrem 3:1 (2:1)-Erfolg im Derby beim TSV Trittau die eigene Sieglos-Serie von vier Partien in Folge beendet und die Gastgeber weiter in die Krise gestürzt. Der TSV steckt nach nunmehr sechs Partien ohne Sieg in Folge mit Oldesloe zusammen tief im Abstiegskampf. „Ich bin zufrieden, meine Mannschaft hat alles gegeben“, sagte Trittaus Trainer Matthias Räck trotz der Pleite. Sein Gegenüber Sven Buntfuß freute sich: „Der Sieg war in unserer schweren Situation extrem wichtig, egal wie er zustande kam. Die Partie war lange offen, aber wir haben das 3:1 zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“

Oldesloe agierte zunächst clever. Die Kreisstädter hielten Trittau weit vom eigenen Tor weg, um wenig Gefahr aufkommen zu lassen – und stellten die TSV-Angreifer geschickt abseits. Allein neunmal schlug die Abseitsfalle des VfL in der ersten halben Stunde zu. Es war zugleich Ausdruck der kopflosen Angriffsversuche der Gastgeber, die bereits früh einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Marcel Kupka (11.) und Marcel Noeske (14.) hatten nach gefälligen Spielzügen draufgehalten – und ohne Abwehrchance für TSV-Keeper Karl-Oskar Plichta getroffen.

Da die Trittauer dem VfL-Tor nicht nahe kamen, setzte Patrick Rösler auf ein anderes Mittel – mit Erfolg. Der Trittauer Stürmer legte Frust und Wut in einen Distanzschuss und überraschte nicht nur Oldesloes Keeper Patrick Ave mit dem Anschlusstreffer (42.). Auch die nur 40 Zuschauer nahmen den Treffer ungläubig zur Kenntnis. Aus dem Nichts war wieder Spannung in der Partie. Beim Gang in die Kabine wirkte die Räck-Elf, mit dem Rückenwind des Anschlusstreffers, als würde sie führen. Die Oldesloer dagegen schlichen ob des unnötigen Gegentores deprimiert vom Platz.

Gästetrainer Sven Buntfuß reagierte, brachte mit Kemal Akin für Stürmer Marcel Noeske einen defensiven Mittelfeldspieler, um sein Team zu stabilisieren. Unnötig: Trittaus Rösler trat VfL-Keeper Ave auf den Fuß, kassierte dafür Gelb-Rot. Eine Szene, die das Derby weiter anheizte. Die Gastgeber, die die Szene mehrheitlich nicht gesehen hatten, fühlten sich vom Schiedsrichter ungerecht behandelt und legten jetzt alles in die Waagschale, um dem VfL in Unterzahl Paroli zu bieten. Doch die Gäste brachen mit dem 3:1 durch Kupka (67.) die Gegenwehr. Der Frust über das Abrutschen in Richtung Abstiegszone entlud sich bei TSV-Kicker Niko Prehn in der Schlussminute – wegen Beleidigung quittierte er Rot.

TSV Trittau: Plichta – Gläser, Prehn, Ohl, Metzner – Detjens, Spoth (75. Zimmermann) – F. Stirl, Winter (55. Johnsen), Anton – Rösler.

VfL Oldesloe: Ave – Boedecker, Fischer, Dabelstein, Biermann – Bojarinow – Burmeister, Schacht, Espe – Noeske (46. Akin), Kupka (85. Prieb).

SR: Bornholdt (Brokdorf).

Zuschauer: 40.

Tore: 0:1 Kupka (11.), 0:2 Noeske (14.), 1:2 Rösler (42.), 1:3 Kupka (67.).

Gelb-Rote Karte: Rösler (52., wdh. Foulspiel).

Rote Karte: Prehn (90., Beleidigung).

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