SHFV-Landespokal : VfB Lübeck zieht dem SV Eichede früh den Zahn

Angreifer Mats Facklam (li., hier im Duell mit Osarenren Okungbowa) und die Oberliga-Fußballer des SV Eichede waren nicht chancenlos, verloren im Achtelfinale des SHFV-Landespokals am Ende aber gegen Drittligist VfB Lübeck doch glatt mit 0:3.
Angreifer Mats Facklam (li., hier im Duell mit Osarenren Okungbowa) und die Oberliga-Fußballer des SV Eichede waren nicht chancenlos, verloren im Achtelfinale des SHFV-Landespokals am Ende aber gegen Drittligist VfB Lübeck doch glatt mit 0:3.

Eichedes Oberliga-Fußballer unterliegen nach zwei schnellen Gegentreffern Drittligist VfB Lübeck im Landespokal mit 0:3.

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13. September 2020, 18:07 Uhr

Eichede | Der VfB Lübeck ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat das Viertelfinale im SHFV-Landespokal erreicht. Bei Oberligist SV Eichede setzte sich der Drittliga-Aufsteiger mit 3:0 (3:0) durch. In der Runde der letzten Acht treffen die Grün-Weißen nun auf den Sieger aus der Partie GW Siebenbäumen/TSB Flensburg. „Der Sieg des VfB ist verdient. Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben“, sagte Eichedes Trainer Denny Skwierczynski, konnte dem Aus im Pokal aber auch etwas Positives abgewinnen: „Zumindest war das heute eine gute Trainings- und Laufeinheit vor dem Punktspielstart am kommenden Wochenende in der Oberliga.“

Im ersten VfB-Pflichtspiel der neuen Saison feierte mit Osarenren Okungbowa und den später eingewechselten Sebastian Hertner und Martin Röser ein Trio sein Debüt im Trikot der Grün-Weißen. Beim SVE durfte derweil Rückkehrer Marcello Meyer erstmals mitmischen, nachdem Phönix Lübeck den Vertrag mit dem 29-Jährigen nach langem Hickhack am vergangenen Freitag aufgelöst hatte.


Dominanz ohne Glanz

Die Eicheder gaben vor 500 Zuschauern im heimischen Ernst-Wagener-Stadion durch Fynn Rathjen den ersten Warnschuss ab. Der Angreifer kam nach einem Einwurf im Strafraum zum Abschluss, doch VfB-Keeper Lukas Rader parierte per Faustabwehr (3.). Anschließend übernahmen die Gäste die Kontrolle, ohne dabei spielerischen Glanz zu versprühen.

Dennoch sprang eine schnelle Führung für den VfB heraus: Eichedes Kapitän Sascha Steinfeldt holte im eigenen Strafraum Patrick Hobsch von den Beinen, Ryan Malone verwandelte den Elfmeter sicher zum 0:1 (8.). Neun Minuten später legte der VfB nach. Hobsch behauptete gegen SVE-Abwehrchef Hendrik Ostermann die Kunstlederkugel an der Mittellinie und setzte Elsamed Ramaj mit einem Pass in die Tiefe in Szene. Der VfB-Angreifer ließ Steinfeldt alt aussehen und Marcel Gevert im Tor des weit aufgerückten Oberligisten keine Abwehrchance.

Mit dem 2:0-Vorsprung im Rücken ließen die Lübecker Ball und Gegner geschickt laufen. Nach einer knappen halben Stunde kamen die Eicheder dennoch zu Halbchancen: Eine Pichelmann-Flanke aus dem Halbfeld rutschte Mats Facklam am Elfmeterpunkt über den Scheitel (29.). Zwei Minuten später zögerte Tino Arp etwas zu lang, legte stattdessen für Sturmpartner Facklam auf, der die Kugel weit über den Lübecker Kasten drosch.


SVE geht hohes Risiko

Kurz vor der Pause nahm der VfB dem Außenseiter dann endgültig den Wind aus den Segeln. Nach Pass von Mirko Boland setzte sich Marvin Thiel gegen Gerrit Schubring durch und sorgte mit dem 0:3 für die Entscheidung (45.). Erneut waren die Eicheder weit aufgerückt, sodass viel Platz hinter der SVE-Abwehrreihe war. „Beim zweiten und dritten Treffer haben wir diesen Raum hinter der Abwehr sehr gut genutzt“, freute sich VfB-Coach Rolf Landerl, dass sich seine Elf zweimal nicht nur spielerisch aus der Pressingsituation befreien konnte, sondern auch daraus Kapital schlug. „Das ist leider immer die Gefahr, wenn man so hoch steht und versucht, den Gegner unter Druck zu setzen“, sagte SVE-Kapitän Sascha Steinfeldt, „in der Oberliga geht das gut, ein Gegner wie der VfB aber bestraft das“, so der Verteidiger.

„Damit war dann auch mein gerade für die zweite Halbzeit geschmiedeter Plan über den Haufen geworfen und die Entscheidung gefallen. Danach war die Luft bei uns raus“, sagte SVE-Coach Denny Skwierczynski.


Kurzes Aufbäumen

Die Eicheder nahmen mit Wiederanpfiff ihr Herz zwar in die Hand und versuchten mit einem schnellen Treffer noch einmal für Spannung zu sorgen. Doch der Drittligist blieb konzentriert und geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Zu eigenen Chancen aber kamen die Lübecker lange Zeit auch nicht.

Es dauerte bis zur 80. Minute, ehe die Grün-Weißen noch einmal gefährlich wurden, Thiel nach einem Konter jedoch seinen zweiten Treffer verpasste. In der Schlussphase durfte sich Gevert dann noch einmal auszeichnen, als er nach einem Konter gegen Ramaj zur Ecke klärte (85.). Ein Kopfball von Thorben Deters verfehlte zudem weit den SVE-Kasten (90.), sodass es beim 0:3 blieb.

„Der frühe Führungstreffer hat uns in die Karten gespielt, danach haben wir die Partie kontrolliert. Ich hatte mir aber gewünscht, dass wir in der zweiten Halbzeit vielleicht noch das eine oder andere Tor machen können, waren aber nicht mehr mit genug Nachdruck dabei“, bilanzierte Rolf Landerl die Partie.

Statistik

SV Eichede: Gevert – Schubring (46. Wittig), Ostermann, Steinfeldt – Pichelmann, Zaske (69. Ehlers), Rathjen, Holst (58. Bieche) – Meyer – Arp, Facklam.
VfB Lübeck: Rader – Malone, Okungbowa (72. Weißmann), Rieble – Deters, Mende, Thiel – Rüdiger (77. Hertner), Boland (86. Röser) – Hobsch, Ramaj.
SR: Christopher Horn (SSV Lunden) . – Zuschauer: 500.
Tore: 0:1 Malone (8./FE), 0:2 Ramaj (17.), 0:3 Thiel (45.).

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