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Teilerfolg : VfB Lübeck verspielt 2:0 in Braunschweig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Fußball-Regionalliga hat dem VfB Lübeck eine 2:0-Führung gegen Eintracht Braunschweig II nicht zum Sieg gerecht. Am Ende mussten sich die Grün-Weiß mit einem 2:2 bescheiden.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Der VfB Lübeck hat sich zumindest teilweise für seine schwache Leistung am Ostermontag in Goslar rehabilitiert. Bei Eintracht Braunschweig II holten die Grün-Weißen ein 2:2. Es war in einem intensiven, temporeichen Regionalliga-Spiel ein gerechtes Resultat, auch wenn sich die Lübecker Fußballer aufgrund einer aus der Hand gegebenen 2:0-Führung ein wenig ärgern mussten. Am Ende waren jedoch die Braunschweiger dem Sieg näher.

„Die Enttäuschung überwiegt“, sagte Verteidiger Dennis Wehrendt. „Wir haben 2:0 geführt, da muss man den Sieg nach Hause bringen.“ Kapitän Moritz Marheineke sah das genauso, stellte aber die Rehabilitation in den Vordergrund. „Es war wichtig, dass wir uns anders präsentieren als in Goslar, wo wir noch schlechter waren als damals in Norderstedt“, sagte er. „Das ist uns vor allem in der ersten Halbzeit gut gelungen.“

Dass es am Ende nicht zum Sieg reichte, begründeten die Lübecker – ohne dabei nach Ausreden zu suchen – auch mit den Umständen. „Man hat am Ende schon gesehen, dass uns die Kraft fehlte“, sagte Wehrendt. Überraschend war das nicht. Es war das dritte Spiel in weniger als einer Woche für die Grün-Weißen.

VfB-Trainer Denny Skwierczynski ersetzte den gelbgesperrten Dennis Voß durch Lukas Knechtel. Zudem kehrte Moritz Marheineke nach abgelaufener Sperre in die Mannschaft zurück. Marcello Meyer musste auf die Bank, Aleksandar Nogovic rückte wieder ins Mittelfeld vor.

Es entwickelte sich eine flotte Partie, der anfangs aber die großen Toraktionen fehlten. Die Lübecker hatten ein paar Offensivaktionen mehr, schafften es immer wieder, Überzahl im Mittelfeld zu schaffen, wo zudem mit Sven Theißen der stärkste Mann auf dem Platz immer wieder kluge Entscheidungen traf. Zum Abschluss kamen die Gäste aber lange Zeit nicht. Doch die erste echte Chance führte zum 0:1. Theißen spielte zu Stefan Richter auf den rechten Flügel, der mit seiner Hereingabe Arnold Suew fand, der zum 0:1 vollstreckte (32.). Anschließend hatten die Grün-Weißen Oberwasser und verdienten sich die Pausenführung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der VfB am Drücker. Suew scheiterte nach einem Solo am Ex-Lübecker Marcel Engelhardt im BTSV-Tor (49.). Nach der folgenden Ecke klärten die Gastgeber einen Schuss des freien Marheineke kurz vor der Linie. Eine Minute später hieß es dann aber 0:2. Marvin Thiel hatte aus halbrechter Position abgezogen und genau in den linken Winkel getroffen (50.). Dieser Treffer wirkte wie ein Weckruf für die Braunschweiger. Die entwickelten zu ihren gefälligen Ansätzen im Mittelfeld plötzlich auch Wucht nach vorn, insbesondere über beide Flügel. Als der VfB eine weite Flanke von Gerrit Holtmann nicht unterbinden konnte, stieg Drinkuth am langen Pfosten höher als Sirmais und traf zum 1:2 (58.). Nur fünf Minuten später hebelte ein Steilpass von Drinkuth die VfB-Deckung aus, der bis dahin blasse Ex-Lübecker Haris Huseni traf mit einem platzierten Flachschuss zum Ausgleich (63.).

Eintr. Braunschweig II: Engelhardt – Schreyer, L. Kierdorf, Slamar, Göwecke – Erlbeck (46. Hartwig) – Drinkuth, Rüdiger (53. Ilter) Holtmann (83. Behrens) – Huseni, Bär.

VfB Lübeck: Toboll – Knechtel, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Nogivic (88. Pauer), Theißen – Thiel (70. Senger), Wölk (68. Meyer), Suew – Richter.

SR: Porsch (Barsbüttel). –Zuschauer: 454.

Tore: 0:1 Suew (32.), 0:2 Thiel (50.), 1:2 Drinkuth (58.), 2:2 Huseni (63.).

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