3. Liga : VfB Lübeck kassiert erste Saisonniederlage

Lübecks Yannick Deichmann (li.) wird von Unterhachings Max Dombrowka gestoppt. Am Ende ging der VfB bei der Spielvereinigung im ersten Drittliga-Auswärtsspiel leer aus.
Lübecks Yannick Deichmann (li.) wird von Unterhachings Max Dombrowka gestoppt. Am Ende ging der VfB bei der Spielvereinigung im ersten Drittliga-Auswärtsspiel leer aus.

Die Drittliga-Fußballer des VfB Lübeck starten in Unterhaching gut, gehen am Ende beim 0:1 aber doch leer aus.

Avatar_shz von
25. September 2020, 21:28 Uhr

Unterhaching | Das erste Auswärtsspiel in der 3. Liga im 844 Kilometer entfernten Unterhaching brachte dem VfB Lübeck nicht den erhofften ersten Saisonsieg ein, sondern die erste Niederlage. Mit 0:1 (0:1) mussten sich die Fußballer aus dem Norden im Süden der Republik am Freitagabend der Spielvereinigung Unterhaching geschlagen geben. „Wir sind eigentlich gut reingekommen ins Spiel, dann aber in eine Art Schockstarre verfallen und haben nicht mehr mit der nötigen Überzeugung und Ruhe gespielt“, bilanzierte VfB-Coach Rolf Landerl, der gegen die Oberbayern, die zuletzt in Zwickau mit 1:2 das Nachsehen hatte, derselben Startelf vertraute, die zum Auftakt ein 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken geholt hatte.

Vielversprechender Start

Die Anfangsphase ging an die Lübecker. Bereits nach vier Minuten setzte Nico Rieble per Kopf den Ball nach einem Einwurf von Ryan Malone an die Querlatte. Der VfB war sofort im Spiel, das aktivere Team gegen anfangs zögerlich agierende Gastgeber, die den Ballast von elf sieglosen Spielen in Folge als Rucksack mit sich herumzuschleppen schienen.

Unterhaching wird zusehends stärker

Offensiv traten die Schhützlinge von Neu-Trainer Arie van Lent erst nach einer Viertelstunde das erste Mal in Erscheinung. Nach gelungener Kombination aber setzte Moritz Heinrich das Leder von der Strafraumgrenze über den VfB-Kasten (17.). Kurz darauf fand Luca Marseiler eine Lücke im Lübecker Abwehrverbund und bediente Patrick Hasenhüttel, der Lukas Raeder im Tor der Grün-Weißen zu einer klasse Fußabwehr zwang (19.). Wenig später verpasste Hasenhüttel eine Flanke nur um Zentimeter, sodass Raeder den Ball aufnehmen konnte (20.).

Die Gastgeber nutzten das Momentum, setzten sich vorne fest. Marseiler zog mit Tempo in den Strafraum, Rieble kam einen Schritt zu spät und brachte den Hachinger zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christoph Greger souverän zum 1:0 (24.).

VfB vom Rückstand beeindruckt

Lübeck wirkte beeindruckt, die Spielvereinigung blieb gefährlich: Alexander Fuchs von der Strafraumkante (30.) und ein abgefälschter Freistoß von Heinrich aus der Distanz sorgten für Gefahr (38.), ehe der Pausenpfiff den Gästen die Chance zum Durchatmen ermöglichte.

Besser aber wurde es in der zweiten Halbzeit aus Sicht des VfB zunächst nicht. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel bot sich Hasenhüttel bereits die Chance zum 2:0. Doch der Angreifer drosch frei vor Raeder das Leder aus spitzem Winkel über das Tor. Der VfB hatte weiterhin Probleme, kam nicht in die Zweikämpfe, oft einen Schritt zu spät und leistete sich einige unnötige Ballverluste, die kraftraubende Läufe zurück zur Folge hatten.

Offensiv-Neuzugänge debütieren

Landerl reagierte, brachte nach einer Stunde Last-Minute-Neuzugang Soufian Benyamina für Patrick Hobsch, der im Angriff kaum einen Stich gesehen hatte, und später auch noch Martin Röser, den zweiten Offensiv-Neuzugang der Grün-Weißen. Nach vorne aber ging zunächst weiter kaum etwas. Stattdessen musste Malone auf der Gegenseite in höchster Not vor Heinrich zur Ecke klären (64.) und vier Minuten später gegen Hasenhüttel das 2:0 verhindern.

Druck in der Schlussphase wird nicht belohnt

Die Spielvereinigung blieb dominant, machte den Sack aber nicht zu. Und so bekam der VfB in der Schlussphase noch einmal die Gelegenheit, am Ausgleich zu schnuppern. Eine Thiel-Flanke nahm Deters volley, doch Keeper Mantl parierte (83.). Bolands abgefälschter Versuch von der Strafraumgrenze mündete in einer Ecke (85.) und ein Thiel Schuss (89.) strich vorbei, sodass es beim 1:0 blieb.

„Schade, geht das Spiel noch ein paar Minuten länger, dann machen wir noch ein Tor. Ein Unentschieden hätten wir aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt“, haderte VfB-Keeper Raeder nach dem Abpfiff.

Statistik

SpVgg Unterhaching: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Stierlin, Fuchs – Heinrich (86. Grauschopf), Hufnagel, Marseiler (72. F. Müller) – Hasenhüttl (88. Stroh-Engel).

VfB Lübeck: Raeder – Malone, Grupe, Rieble – Deters, Mende (69. Mende), Thiel – Deichmann, Boland – Hobsch (60.Benyamina), Ramaj (77. Röser).

SR: Weickenmeier (Frankfurt). – Zuschauer: keine.

Tor: 1:0 Greger (24./Foulelfmeter).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen