3. Liga : VfB Lübeck greift durch – und verkleinert die Trainingsgruppe

Angreifer Patrick Hobsch erzielte zwar das erste Drittliga-Tor des VfB Lübeck, wurde anschließend aber immer seltener eingesetzt und erhielt jetzt eine Denkpause von den Verantwortlichen wegen ungebührlichen Verhaltens.
Angreifer Patrick Hobsch erzielte zwar das erste Drittliga-Tor des VfB Lübeck, wurde anschließend aber immer seltener eingesetzt und erhielt jetzt eine Denkpause von den Verantwortlichen wegen ungebührlichen Verhaltens.

Ein Trio zählt vorerst nicht mehr zum Kader von Drittligist VfB Lübeck, Patrick Hobsch erhält zudem eine Denkpause.

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19. Januar 2021, 20:08 Uhr

Lübeck | 29 Fußballer hat der VfB Lübeck in seinem Drittliga-Kader, den die Grün-Weißen jetzt vorübergehend verkleinert haben: Ein Trio trainiert vorerst in einer gesonderten Gruppe unter der Leitung von U23-Coach Norbert Somodi, ein weiterer Spieler wurde vorübergehend vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen. Der VfB, der am letzten Hinrundenspieltag an das Tabellenende zurückgefallen ist, greift durch.

„Wir wollen die Trainingsqualität noch einmal erhöhen und eine noch höhere Konzentration und Ernsthaftigkeit auf den Platz bringen“, erklärt Cheftrainer Rolf Landerl. Entsprechend betrifft die Verkleinerung der Gruppe zunächst einige Spieler, die noch keinerlei Spielanteile in dieser Saison hatten. Das sind aktuell Dren Feka, Jamie Shalom und Tim Weißmann. Landerl und Sportdirektor Rocco Leeser betonen dabei, dass bezüglich dieser Trainingsgruppe Bewegung in beide Richtungen möglich ist.

Nicht im regulären Mannschaftstraining wird in dieser Woche auch Patrick Hobsch auftauchen, der bis Mittwoch vom Trainingsbetrieb freigestellt ist, anschließend individuell trainieren wird und am Montag wieder ins Team zurückkehren soll. Grund dafür sind Vorkommnisse, die sich nicht in Einklang mit mannschaftlichen Grundsätzen und Werten des Vereins bringen lassen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Vorstand und sportliche Leitung hätten daraufhin das Gespräch mit dem Angreifer gesucht. „Patrick hat einen Fehler gemacht. Darüber haben wir mit ihm gesprochen. Aber er ist ein positiver Typ und kann selbst dafür sorgen, dass er künftig wieder eine andere Rolle spielt. Die Tür für ihn ist nicht zu“, sagt Sportdirektor Leeser.

Hobsch, immerhin mit 13 Treffern in der abgebrochenen Vorsaison zweitbester Torschütze des VfB, war seit dem 25. November nicht mehr in den Spieltagskader berufen worden. Über die Weihnachtstage hatte der 26-Jährige sich dann mit Corona infiziert und war nach seiner Rückkehr aus dem Heimaturlaub bis Anfang Januar häuslich isoliert.

Im Probetraining stellt sich seit Dienstag unterdessen der 20-jährige Cyrill Akono (Mainz 05) vor. „Ob er ein Thema für eine Verpflichtung wird, ist offen“, erklärt Leeser. „Neuzugänge in der Winter-Transferperiode sind in der derzeitigen Situation für uns nur möglich, wenn sie den Verein finanziell nicht zusätzlich belasten.“

Der 20-jährige Mittelstürmer absolvierte für seinen Heimatverein Preußen Münster 30 Spiele in der U19-Bundesliga (20 Tore), rückte anschließend ins Drittligateam auf, wo er in 17 Einsätzen fünf Tore erzielte. 2019 wechselte der 1,90 Meter große Angreifer zu Mainz 05, um sich über die U23 für höhere Aufgaben zu empfehlen. In der Regionalligamannschaft brachte es Akono in der vergangenen Saison auf 18 Einsätze, in der laufenden Spielzeit waren es bislang erst fünf, sodass durchaus ein Leihgeschäft möglich erscheint. Für eine feste Verpflichtung des Youngsters, der noch bis 2023 an Mainz 05 vertraglich gebunden ist, dürften den Lübeckern das Geld fehlen.

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