Versorgungslücke? Keine Angst!

Die ferngesteuerte Schaltzentrale für die Bargteheider Energieversorgung ist das Umspannwerk „Am Krögen“.
Die ferngesteuerte Schaltzentrale für die Bargteheider Energieversorgung ist das Umspannwerk „Am Krögen“.

Bargteheide erwirbt Gas- und Stromnetze / 3,7 Millionen Euro eingeplant

shz.de von
07. November 2014, 09:58 Uhr

Die Stadtvertretung hat sich in der jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit für die Vergabe der Strom- und Gaskonzessionen an die neu gegründete Stadtwerke Bargteheide GmbH entschieden. Für den Rückkauf der Netze stehen im Haushalt 3,7 Millionen Euro als Eigenkapital für die Stadtwerke bereit.

Ob der Betrag ausreicht, ist nicht sicher, denn jetzt wird über den Rückkaufspreis verhandelt. Gutachter werden dafür den Wert der Netze ermitteln. Die alten Verträge mit der Schleswig-Holstein Netz AG laufen bereits zum Jahresende aus. Sie wird aber weiterhin den Strom liefern, bis eine Einigung erzielt ist. So lange verlängert sich der Versorgungsvertrag automatisch. „Es wird also keine Versorgungslücke in Bargteheide geben“, bestätigt Bürgermeister Dr. Henning Görtz, der Vorsitzender des Aufsichtsrats ist. Besorgte Bürger hatten ihn bereits darauf angesprochen.

In geheimer Abstimmung votierten jetzt 18 Stadtvertreter für die Konzessionsvergabe an die Stadtwerke, zwei stimmten dagegen und es gab eine Enthaltung. Die übrigen Stadtvertreter nahmen nicht an der Abstimmung teil, weil sie als Mitglieder im Aufsichtsrat der Stadtwerke befangen sein könnten. Partner der Bargteheider GmbH werden die Vereinigten Stadtwerke. Als kommunales Unternehmen gehört der Betrieb den Städten Bad Oldesloe, Mölln und Ratzeburg. Das Versorgungsgebiet reicht von Schwerin bis Bad Segeberg und umfasst auch die Städte Lübeck und Hamburg.




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