Bad Oldesloe/Schlamersdorf : Vermisste Frau: Verdacht auf ein Tötungsdelikt

Bisher fehlt jede Spur: Private Aushänge zum Verbleiben der Schlamersdorferin hatten in der Stadt in den vergangenen Tagen für Beunruhigung gesorgt.
Bisher fehlt jede Spur: Private Aushänge zum Verbleiben der Schlamersdorferin hatten in der Stadt in den vergangenen Tagen für Beunruhigung gesorgt.

Die Suche nach 39-jähriger Frau aus Schlamersdorf dauert an. Die Lübecker Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

shz.de von
06. November 2017, 16:32 Uhr

Bad Oldesloe | Seit mehreren Tagen beunruhigt ein Vermisstenaufruf an verschiedenen Stellen der Innenstadt von Bad Oldesloe die Passanten: Die 39-jährige Ivonne R. soll am Mittwochabend, 25. Oktober, das letzte mal in Schlamersdorf gesichtet worden sein. Angeblich habe sie von dort zu Fuß nach Hause laufen wollen. Seither fehlt von ihr jede Spur. Das Sonderbare: Bisher gab es keinen offiziellen Fahndungsaufruf der Polizei, die Pressestelle sprach von einem „ganz normalen Vermisstenfall“. Ferner wurde in dem privaten Aushang nach dem Verbleiben eines Autos und eines Handys gefragt, das augenscheinlich im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Oldesloerin steht.

So wird auf Facebook nach Ivonne R. gesucht:

 

Wie sich jetzt herausstellte, hat die Staatsanwaltschaft Lübeck ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt gegen den Ex-Lebensgefährten der 39-Jährigen eingeleitet: Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst, teilte mit, dass der 37-Jährige am vergangenen Freitag von der Polizei vernommen wurde, sämtliche Vorwürfe aber bestreitet. Weil sich der Tatverdacht bislang nicht weiter verdichten ließ, habe man den Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen müssen.

Die Frau war Donnerstag, 26. Oktober, von ihrem jetzigen Lebensgefährten vermisst gemeldet worden, nachdem dieser sie nicht erreichen konnte und sich Sorgen gemacht hatte. Seither wurde der Vermisstenaufruf in den sozialen Netzwerken über 7000 Mal geteilt und in diversen Foren diskutiert. Trotz der großen Anteilnahme gibt es bisher keine Anzeichen auf das Verbleiben der Frau.

„Die Suchmaßnahmen nach der Vermissten dauern an. Eine weiträumige Absuche mehrerer in Betracht kommender Areale hat trotz des Einsatzes von Leichenspürhunden bislang nicht zum Auffinden der 39-Jährigen geführt“, so die Oberstaatsanwältin. Warum sich ein Tatverdacht gegen den Ex-Lebensgefährten ergeben habe und welche Maßnahmen angestrebt werden, könne zum Schutz der Ermittlungen nicht bekanntgegeben werden.

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