Freie Fahrt in Jersbek : Verkehr kann auf K55 wieder fließen

Sie gaben die runderneuerte Kreisstraße offiziell frei: (v. l.) Thomas Neitzel, Herbert Sczech, Lukas Kilian, Sigrid Kuhlwein, Reinhard Niegengerd im Hintergrund, Jens Sommerfeld, Horst Ansén und Günter Fischer
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Sie gaben die runderneuerte Kreisstraße offiziell frei: (v. l.) Thomas Neitzel, Herbert Sczech, Lukas Kilian, Sigrid Kuhlwein, Reinhard Niegengerd im Hintergrund, Jens Sommerfeld, Horst Ansén und Günter Fischer

Nach vierzehn Monate Bauzeit wurde die runderneuerte Kreisstraße 55 jetzt offiziell eröffnet. Jersbeks Bürgermeister Herbert Sczech bedauert, dass der Radweg nicht gleich bis Delingsdorf verlängert wurde.

shz.de von
27. November 2013, 13:00 Uhr

„Ich bin froh, dass wir hier nicht mehr den Straßenstandard von 1950 haben“, sagt Jersbeks Bürgermeister Herbert Sczech. Hier, das ist die Kreisstraße 55 von Timmerhorn nach Delingsdorf. Auf 900 Metern Länge wurde sie samt 60 Zentimetern Unterbau jetzt komplett erneuert. Nach der Freigabe für den Verkehr erfolgte gestern die offizielle Einweihung.

1,6 Millionen Euro hat der Tiefbau gekostet. Ein Viertel davon trägt der Kreis, den Rest übernimmt das Land. 14 Monate betrug die Bauzeit, über drei Monate war die Verkehrsader voll gesperrt. Die Fahrbahn wurde innerorts auf sechs Meter verbreitert, außerorts auf 5,50 Meter. Vor allem aber gibt es jetzt einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg bis zum Ortsausgang Richtung Delingsdorf. Auch auf der Ostseite gibt es neuerdings einen Gehweg bis zur Bushaltestelle am Parkring.

Mehrere Jahrzehnte hat das Projekt gedauert. „1982 gab es die erste Vereinbarung mit Ammersbek über die Entwässerung der Straße“, erklärte Sigrid Kuhlwein, die langjährige Vorsitzende des Kreisverkehrsausschusses. Dann wurde das Projekt im Ausschuss vertagt und einige Jahre lang als weniger wichtig eingestuft. Nach der Schließung der Straße Eckhorst in Bargteheide 1998 rutschte es auf der Prioritätenliste ganz nach oben.

„Damals gab es auch erhebliche Unruhe in der Nachbarschaft hier“, sagte Sigrid Kuhlwein, „die Anwohner befürchteten eine Zunahme des Lkw-Verkehrs.“ Doch das sei nicht eingetreten, sagt ein Anwohner: „Aber auf der neuen Straße wird jetzt sehr schnell gefahren.“

Nach einer Begehung wurden Poller aufgestellt und ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern verhängt, um den Schulweg zu sichern. Es folgten diverse Anhörungen der Bürger, fast alle konnten in ihren Sorgen beruhigt werden. „Vorher waren 90 Prozent gegen den Straßenausbau, danach war es umgekehrt“, so Sczech. Er bedauert nur, dass der Radweg nicht bis Delingsdorf fortgeführt wurde.

Erstmals gibt es eine geregelte Entwässerung. Eine Verlängerung des Radwegs ist nicht in Sicht. Dafür fehlt das Geld und das Gelände ist sehr schwierig.

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