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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 11:53 Uhr

Bargteheide : Verkauf in der großen Pause

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am Kopernikus-Gymnasium verkauft die Schüler-Firma „Schoolstyle“ erfolgreich einen Kugelschreiber mit USB-Stick.

Wie gestalte ich ein attraktives Produkt und vermarkte es? Vor dieser Fragestellung standen 14 Schüler des Kopernikus-Gymnasiums (KGB), und sie haben sie offensichtlich gut gemeistert. Mit ihrer Firma „Schoolstyle“ haben sie unter anderem einen Kugelschreiber mit integriertem USB-Stick kreiert. Und der fand viel Anklang im Schulumfeld. „Die erste Auflage von 50 Stück haben wir innerhalb von vier Tagen verkauft“, sagt Florian Trützschler, der Geschäftsführer der Schülerfirma.

Ein Nachfolger ist bereits am Start. Statt in Blau soll der USB-Schreiber jetzt in Rot mit dem neuen Schullogo angeboten werden. Außerdem sind ein College-Block, Radiergummi, Lineal und Geodreieck in der Produktpalette. „Im Set bieten wir sie günstiger an“, sagt Trützschler. Verkauft wird in den großen Pausen am Dienstag und Donnerstag.

Auf hochwertige Verarbeitung legen die Schüler viel Wert. „Der USB-Stick mit acht Gigabyte Kapazität hat zehn Jahre Garantie“, sagt Trützschler, „und die Kugelschreibermine ist natürlich austauschbar.“ Der Stick ist mit einem Magneten am Kugelschreiber befestigt.

„Schoolstyle“ ist eine Aktiengesellschaft. 39 Aktionäre haben das bisher benötigte Kapital von 593,50 Euro fast aufgebracht. Mindestanlage sind fünf Euro, auf die es zehn Prozent Dividende geben soll. Wie in der realen Wirtschaft gibt es Abteilungen für Marktforschung, Marketing, Produkt-Design und Finanzen. Sogar ein Werbevideo wurde produziert, und einen kleinen Lohn bezahlen sich die Jungunternehmer auch. „Es gibt 25 Cent pro Stunde, wenn zu Hause gearbeitet wird“, erklärt Phillip Özren, Chef der Finanzabteilung.

Für die 135 Minuten wöchentlich im Kurs Wirtschaft und Politik wird der gleiche Betrag gezahlt. Sollte die Firma am Ende Verluste ausweisen, wird das Geld zuerst von den Löhnen abgezogen. „Wir wollen unsere Aktionäre nicht in den Verlust reißen“, so Trützschler.

Hintergrund ist das Junior-Projekt des Instituts für deutsche Wirtschaft. Es bietet Unterstützung für alle, die eine solche Modellfirma gründen möchten. „Die Schüler sollen damit ökonomisches Wissen über Unternehmensprozesse erfahren“, so Kursleiter Martin Danner. Zudem diene das Projekt der Berufsorientierung. Von der Idee über das Design bis zum Marketing gestalten die Schüler alles in eigener Regie. „Im Unterricht wird das Projekt vor- und nachbereitet.“

Die Schülerfirmen sind fester Bestandteil der Wi-Po-Kurse im achten Jahrgang am KGB. Eine zweite Gruppe bietet Turnbeutel mit dem Schulemblem an. „Zuerst gab es Lieferschwierigkeiten“, sagt Daniel Börmann. Jetzt sind 100 Beutel eingetroffen. „40 haben wir schon verkauft, für weitere 20 gibt es Vorbestellungen.“

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