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Grande : Verfolgungsfahrt nach Routinekontrolle: Endstation Moor

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kein Führerschein, keine Versicherung, aber sich mit der Polizei eine Verfolgung liefern. Das konnte nicht gut ausgehen.

Eigentlich wollte eine Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei aus Fuhlenhagen den Fahrer eines Geländewagens auf der A  24 nur kontrollieren. Doch daraus wurde zunächst nichts, denn der junge Mann flüchtete mit seinem Mitsubishi. Allerdings fuhr der Mann direkt in ein Moorgebiet an der Bille. Dort endete die kurze Flucht und Polizeibeamte nahmen den Mann vorläufig fest. Wie sich später herausstellte, war der Mann weder im Besitz einer Fahrerlaubnis, noch war das Auto angemeldet oder versichert.

Es sollte eine Routinekontrolle auf Drogen sein und die Streifenbeamten wollten den Fahrer des Pick-Up schon in Grande von der A24 ziehen und kontrollieren. Schon dieses Zeichen „Bitte Folgen“ ignorierte der Fahrer und setzte seine Fahrt in Richtung Hamburg fort. An der nächsten Anschlussstelle in Witzhave aber folgte er dem Streifenwagen auf den Kontrollstreifen im Abfahrtsbereich. Als einer der beiden Beamten ausstieg und zum Geländewagen ging, setzte der zurück, fuhr die Ausfahrt hoch und verschwand zunächst in Richtung Witzhave/Grande. Die Beamten rasten hinterher und konnten noch sehen, wie der Pick-Up in einen Waldweg abbog. Doch das war die falsche Entscheidung. Nach etwa 800 Metern steckte der Mann mit dem Mitsubishi auf einer Lichtung gleich neben der Bille im moorigen Untergrund fest. Die Beamten hielten auf dem Waldweg an, liefen quer durch das Moor zum Fluchtwagen und nahmen den 23-jährigen Fehrbelliner vorläufig fest. Mit Hilfe eines Traktors konnte der Geländewagen wieder aus dem Landschaftsschutzgebiet gezogen werden.

Schnell war klar, dass die am Auto angebrachten polnischen Kennzeichen an ein anderes Auto gehören. Auf der Ladefläche und im Innern des Autos stellten Beamte Werkzeuge, darunter eine Pumpe mit Schlauch zum Abpumpen von Kraftstoffen, und ein Messer sicher. Auch eine Wasserpfeife, wurde sichergestellt. Der Fahrer ist in der Vergangenheit schon oft mit dem Gesetz im Konflikt gekommen und somit in den Polizeiakten kein Unbekannter. Wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Einen Führerschein hatte der 23-Jährige schon lange nicht mehr.


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