Ahrensburg : Verfahren gegen Pastor Haak eingestellt

Pastor Helgo Matthias Haak.
Pastor Helgo Matthias Haak.

Pastor Helgo Matthias Haak ist jetzt offiziell wieder zurück auf seiner Pfarrstelle in Ahrensburg. Das Verfahren gegen ihn ist eingestellt worden.

Andreas Olbertz. von
10. Juli 2015, 12:30 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Pastor Helgo Matthias Haak ist offiziell wieder Pastor in Ahrensburg. Seit Dezember war er ja aufgrund einer Eilentscheidung wieder zurück, jetzt wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt und Pastor Haak hat seine alte Stelle zurück. „Wenn ich das rechtlich betrachte, konnte es keine andere Entscheidung geben“, sagt sein Anwalt Einar von Harten.

Die ganze Angelegenheit hängt vermutlich mit dem Ahrensburger Missbrauchsskandal zusammen. Pastor Haak hat die Rolle der Kirche bei der Aufklärung und Aufarbeitung des Skandals immer wieder kritisiert. Er musste sogar vor das Kirchengericht ziehen und darum klagen, Erinnerungen aus dem Jahr 1999 öffentlich machen zu dürfen. Im Kern ging es darum, dass dem Kirchenvorstand vorgeworfen wurde, frühzeitig informiert gewesen zu sein, aber nichts unternommen zu haben. Aus seinen Unterlagen ging hervor, dass die damalige Pröpstin Heide Emse die Ahrensburger nicht vollständig über die Gründe für die Versetzung von Pastor Kohl informierte.

Helgo Matthias Haak hatte sich zudem gegen die Schließung der St. Johannis-Kirche ausgesprochen. Nach längerer Krankheit wurde im November 2013 der Dienstantritt vorläufig verwehrt. Der Kirchenvorstand hatte die Kirchenleitung aufgefordert, für den Pastor eine neue Stelle zu finden. Dazu kam es allerdings nicht. Daraufhin wurde ein sogenanntes „Ungedeihlichkeitsverfahren“ eingeleitet. Haak musste seine Arbeit als Pastor einstellen. „Mein Mandant wusste gar nicht, was ihm vorgeworfen wird. Er ist gar nicht gehört worden“, berichtet Jurist von Harten. Das waren unterm anderem Gründe für den Erfolg des Eilverfahrens. Mit der Einstellung des Verfahrens dürfte sich das alles endgültig erledigt haben. Pastor Haak wollte sich gestern nicht äußern. „Das ist eine ungemein starke Belastung für alle gewesen“, sagte sein Anwalt.

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