Ahrensburg : Verdacht auf Vogelpest

Vorsichtshalter volle Schutzkleidung: Mitglieder des Löschzugs Gefahrgut mussten den toten Vogel bergen.
Vorsichtshalter volle Schutzkleidung: Mitglieder des Löschzugs Gefahrgut mussten den toten Vogel bergen.

Hinter dem Haus der Natur in Ahrensburg ist ein toter Fischreiher gefunden worden. Der Löschzug Gefahrgut musste anrücken, um den Kadaver zu bergen.

shz.de von
12. Dezember 2016, 06:00 Uhr

Ist die Geflügelpest in Stormarn angekommen? Unter Schutzkleidung und Masken haben Feuerwehrleute des Löschzugs Gefahrgut (LZG) am Sonntag einen toten Fischreiher am Ufer eines Teiches am Bornkampsweg in Ahrensburg geborgen.

Mitarbeiter des Umweltvereins Jordsand hatten das tote Tier am Gewässer hinter dem „Haus der Natur“ am Ufer entdeckt und die Feuerwehr informiert. Daraufhin wurde von der Rettungsleitstelle der Löschzug Gefahrgut zum Einsatzort geschickt.

Die Feuerwehrleute bargen den Kadaver. Unter besonderen Schutzmaßnahmen wurde das tote Tier danach zur Kreisfeuerwehrzentrale nach Nütschau transportiert. Dort wird es von einem Veterinär abgeholt und auf das Vogelgrippe-Virus H5N8 untersucht.

Anfang November wurden am Plöner See tote Wildvögel entdeckt, die an der sogenannten Geflügelpest gestorben sind. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hatte daraufhin eine landesweite Stall-Pflicht für alle Geflügelarten verhängt. Seitdem verbreitet sich das Virus immer weiter über das Land. Tausende Tiere mussten bereits gekeult werden.

In Glinde war vor wenigen Tagen ein toter Sperber gefunden worden. Der Süden des Kreises ist seit einer Weile ohnehin schon Beobachtungsgebiet, da in Hamburg infizierte Tiere nachgewiesen worden sind.

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