Veränderungssperre und in Ruhe planen

Während der neue Kindergarten (links) gebaut wird, soll in dem jetzigen Krippengebäude im Untergeschoss vorübergehend eine altersgemischte Gruppe untergebracht werden.
Während der neue Kindergarten (links) gebaut wird, soll in dem jetzigen Krippengebäude im Untergeschoss vorübergehend eine altersgemischte Gruppe untergebracht werden.

Avatar_shz von
20. März 2019, 13:47 Uhr

Die Gemeindevertretung von Rethwisch haben auf ihrer Sitzung am Dienstag eine Veränderungssperre erlassen für den Bereich rechtsseitig der Bundesstraße 208 – aus Richtung Bad Oldesloe gesehen – bis hin zum Kirchberg. Damit darf dort vorerst nicht gebaut werden. Für diese Fläche soll jetzt ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Hintergrund: Derzeit gilt, dass in Baulücken und auf großen Grundstücken gebaut werden darf, was Investoren oder Bauherren verwirklichen wollen. Die Gemeinde kann planerisch darauf keinen Einfluss nehmen. „In dem Bereich ist zum Teil viel Platz“, sagt Rethwischs Bürgermeister Jens Poppinga. Künftig soll dort aber nicht jeder so bauen können, wie es ihm gefällt. „Dem wollen wir jetzt einen Riegel vorschieben“, so Poppinga.

Bei der Gemeinde werden sich jetzt drei Planungsbüros vorstellen, die ihre Ideen für den Bereich präsentieren. Die Gemeindevertretung wird dann eines der Büros mit der Überplanung der Fläche beauftragen. Die Gemeinde möchte bei der Gestaltung dessen, was dort in dem Bereich entsteht, mitreden. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans kann die Gemeinde, die dort keine eigenen Flächen besitzt, dann zum Beispiel Einfluss auf die Größe der Gebäude und auf die dichte der Bebauung nehmen.

In Sachen Kindergartenneubau wurden jetzt auch die Aufträge unter anderen für die Elektroinstallation und Sanitäranlagen vergeben. „Wir haben am 1. März angefangen zu bauen“, so Bürgermeister Jens Poppinga. Die Eisenflechter sind jetzt dabei alles für die Grundplatte vorzubereiten.

Da das Gebäude nicht bis neuen Kindergartenjahr am 1. August fertig sein wird haben die Kommunalpolitiker beschlossen, übergangsweise im Untergeschoss des zuletzt erstellten Krippengebäudes Platz für eine altersgemischte Gruppe einzurichten. „Das soll aber keine Dauerlösung sein sondern nur für die Übergangszeit“, betonte Poppinga.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen