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Schmuddelbetriebe unerwünscht : Veränderungssperre gegen geplantes Bordell an der A1

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadtverordnete der Karpfenstadt fällen Entscheidung über ein umstrittenes Bauvorhaben im Gewergebiet direkt an der Autobahn. Erneut wollte ein Rotlicht-Investor dort tätig werden.

Erst im Sommer hatten die Stadtverordneten in der Karpfenstadt über den geplanten Bau eines FKK-Sauna-Clubs im Gewerbegebiet nahe der Autobahn A1 zu entscheiden. Anlieger hatten Bedenken geäußert. Kurzerhand wurde mit einer Satzungsänderung das lästige Problem aus der Welt geschafft – für ein Jahr zumindest.

Im November legte dann anderer Interessent seine Pläne für das Grundstück hinter Aldi und Markant an der Barnitzer Straße auf den Tisch, und die Aufregung war größer als zuvor. Ein vierstöckiges Gebäude mit einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern sollte dort entstehen. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollte ein klassisches Bordell mit insgesamt 30 Zimmern betrieben werden – nach diversen Gerichtsurteilen als „Gewerbebetrieb aller Art“ zulässig in einem Gewerbegebiet wie dem an der A1 in Reinfeld. Im dritten Obergeschoss war ein so genanntes „Seitensprunghotel“ mit 16 Zimmern vorgesehen, im Erdgeschoss ein Erotik-Shop sowie ein Restaurant geplant.

Der Bauausschuss der Stadt regte schon beim ersten Antrag an, die Zulässigkeit verschiedener Arten von Vergnügungsstätten über eine B-Plan-Änderung zu steuern. Es bestehe die Gefahr, dass sich der Charakter des Gebiets ungewollt zum Nachteil verändere.

Jetzt haben Reinfelder Kommunalpolitiker die Entscheidung getroffen. Für das Gebiet an der Autobahn wurde eine so genannte eine Veränderungssperre verhängt. Zur Sicherung des Gebietscharakters, wie es in der Satzung heißt, „soll die Zulässigkeit von Vergnügungsstätten und die Zulässigkeit anderer Arten von Gewerbe (gedacht ist dabei insbesondere an Gewerbebetriebe sexuellen Charakters)“ gesteuert werden.

Das begehrte Areal wird im Nordosten vom Bauhof, im Osten durch den Autobahnzubringer, im Süden durch die Straße „An der Autobahn“ sowie im Westen durch die Straße „Im Weddern“ sowie die Grundstücke von McDonald’s und Aldi begrenzt.

Ähnliche Probleme mit der Ansiedlung von Betriebsstätten des horizontalen Gewerbes gibt es in Lübeck. Während die Zahl der privaten Modellwohnungen – vorwiegend im Stadtteil St.-Lorenz-Nord – rasant zunimmt, hat ein in der Stadt bekannter Club-Betreiber Probleme, ein weiteres Etablissement in der abgelegenen „Osterweide“ einzurichten. Er möchte ein lange leer stehendes Haus als Bordell nutzen. Der Bauausschuss der Hansestadt hat durch Satzungsänderungsbeschluss Aufschub um ein Jahr gewonnen, in der Hoffnung, dass der Interessent die Lust an seinem Vorhaben verliert.













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erstellt am 04.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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