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Bargteheide : Unternehmen „nette Toilette“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Idee ist nicht neu, aber jetzt soll sie nach Bargteheide kommen: Geschäftsleute und Gastronomen stellen ihre Toiletten zur Verfügung. Dafür beteiligt sich die Stadt an den Reinigungskosten.

Der runde Tisch Senioren in Bargteheide startet einen Anlauf für öffentliche Toiletten. Der Seniorenbeirat hatte immer wieder auf Verbesserung gedrängt. Ein erster Versuch war vor Jahren gescheitert. Ein automatisches WC am Wochenmarkt kam, erwies sich aber als teuer und anfällig für Vandalismus und Reparaturen. Es wurde schließlich wieder abgebaut.

Diesmal könnte die Aktion wesentlich kostengünstiger für die Stadt werden. Die Idee hat Tanja Wilke aus anderen Städten übernommen. In Bad Segeberg und Kaltenkirchen läuft das Projekt „nette Toilette“ bereits erfolgreich.
Mit einem Aufkleber am Schaufenster signalisieren dort die Inhaber, dass ihre Toilette benutzt werden darf. Im Gegenzug erstattet die Verwaltung einen Teil der Reinigungskosten. Der Hauptausschuss hat das bereits einstimmig befürwortet. Die Hemmschwelle ist offenbar groß, bei Geschäftsleuten bei einem dringenden Bedürfnis nachzufragen. „Viele trauen sich das nicht“, so Tanja Wilke.

Zwar können die Toiletten im Rathaus und Stadthaus bereits genutzt werden, aber nur zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Deshalb die Idee, an Geschäftsleute und Gastronomen zu appellieren. „Wenn sie gut zugängliche und eventuell sogar barrierefreie WCs haben, können sie bei der Aktion mitmachen“, sagt Tanja Wilke. Start soll im kommenden Jahr sein. „Wenn sich schon in diesem Jahr jemand findet, würden wir den Reinigungszuschuss übernehmen“, sagt Reiner Ottersbach, der Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Wünschenswert wären jeweils ein bis zwei Geschäftsleute Am Markt, in der Jersbeker, Bahnhofs- und Rathausstraße, so Tanja Wilke. Wenn auch die Gastronomie dabei mitmache, könnte der Service auch am Abend angeboten werden. Das wäre eine gute Werbung. „Es gibt sogar schon eine „nette Toilette-App“, sagt sie. Sie kann auf ein Smartphone mit GPS geladen werden und zeigt den richtigen Weg.

„Der Bedarf ist vorhanden“, sagt Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, „nicht von Senioren, sondern auch von Kindern und Schwangeren.“ Sie hofft darauf, dass sich einige Geschäftsleute mit dieser Idee anfreunden. Bargteheide wäre dann die erste Stadt in Stormarn mit einem solchen Angebot.

Wer Interesse an einer solchen Kooperation mit der Stadt hat, kann sich an Kerstin Hansen im Rathaus wenden. Sie ist telefonisch unter (04532) 4047-303 zu erreichen, per E-Mail unter hansen@bargteheide.de.


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