Trittau : Unter Strom – weitere E-Ladesäule eingeweiht

Die neue E-Säule ging gestern ans Netz (v.l.): Manfred Priebsch, Vereinigte Stadtwerke, Berit Ostrander, Klimaschutzmanagerin, und Bürgermeister Oliver Mesch weihten sie ein.
Die neue E-Säule ging gestern ans Netz (v.l.): Manfred Priebsch, Vereinigte Stadtwerke, Berit Ostrander, Klimaschutzmanagerin, und Bürgermeister Oliver Mesch weihten sie ein.

Die Stadtwerke investieren 13000 Euro in die Station. Der Bund hat 4000 Euro übernommen - zur Förderung der E-Mobilität im ländlichen Raum.

shz.de von
07. September 2018, 15:01 Uhr

Jetzt  wurde Trittaus erste öffentliche E-Ladesäule direkt am Europaplatz eingeweiht. Bürgermeister Oliver Mesch, Klimaschutzmanagerin Berit Ostrander und Manfred Priebsch, Beauftragter für Elektromobilität der Vereinigten Stadtwerke (VS), nahmen die Säule in Betrieb. 13 000 Euro kostet die, aber die Gemeinde musste gar nichts dazu bezahlen. Die VS haben die Säule aufgestellt und dafür 40 Prozent der Kosten vom Bund bekommen – über das Programm der Förderung der E-Mobilität in ländlichen Räumen.

Ein Parkplatz wurde extra für die Ladestation reserviert, es können aber zeitgleich zwei Wagen geladen werden. Zwei Stunden kann ein Fahrzeug an der Ladestation parken, das andere nur die übliche Zeit von einer Stunde. Wie sich das entwickelt, soll beobachtet werden. Da der bisher für Taxen reservierte Platz freigegeben wurde, gibt es für andere herkömmliche Fahrzeuge dadurch nicht weniger Parkplätze in Trittau. Wer tanken möchte, besorgt sich von den VS eine Ladekarte, über die dann abgerechnet wird, im Idealfall über die Stromrechnung, wenn man schon Kunde der VS ist.

Der Grundpreis beträgt 3 Euro, für Stromkunden der Stadtwerke 1 Euro pro Monat. 22 Kilowatt aus Ökostrom können geladen werden. Ein Kilowatt koste 27 Cent, eine Tankfüllung in etwa 5 Euro.

In Trittau gibt es auf Tankstellen zwei weitere E-Ladestationen. Mit der VS-Karte sind viele andere Anbieter vernetzt, unter anderem in Hamburg, Niedersachsen und Holland. Es gibt eine Art Roaming wie bei Handys. Aber es gibt auch nicht kompatible andere Systeme. Wer keine Karte hat, kann über den QR-Code und PayPal bezahlen. Das ist auch eine Variante für durchreisende ausländische Touristen.

„Man muss sich von dem Gedanken des Volltankens lösen“, erklärt Berit Ostrander. Es ginge mehr darum aufzuladen, um nach Hause oder weiter zu kommen. Die meisten Leute laden ihr Elektroauto zu Hause über Nacht auf und die Ladesäulen stellen Ergänzungen dar. Mit 20 Kilowatt kommt man 100 bis 150 Kilometer weit. Im Bundesgebiet gibt es 150 Ladesäulen der VS, die auf einer Karte auf der Homepage zu sehen sind. In der Nähe gibt es weitere Säulen in Sandesneben, Bargteheide und Berkenthin sowie eine kompatible in Reinbek.

Bürgermeister Oliver Mesch sieht die Strom-Säule als gute Außenwirkung, auch wenn es noch nicht so viele Elektrofahrzeuge gibt. Langfristig sind auch in der Trittauer Verwaltung Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb durchaus geplant, um einerseits klimaschonender zu fahren und andererseits natürlich auch Vorbild zu sein. „Nächstes Jahr ändert sich die Versteuerung des Privatanteils bei Nutzung eines Dienstwagens. Die Steuervorteile werden halbiert. Da rechnen wir mit mehr Umsteigern auf E-Autos“, so Priebsch.


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