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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Im Gespräch : „Uns fehlt Souveränität“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mit der Kapitänsbinde hat Nico Fischer bei Fußball-SH-Ligist SV Eichede mehr Verantwortung übernommen. Im Interview spricht der Allrounder vor der Partie gegen den TuS Hartenholm (Sonntag, 14 Uhr) über seine neue Rolle.

Vertraut man der Statistik, dann liegt der TuS Hartenholm den Fußballern des SV Eichede – er könnte schon fast als Lieblingsgegner bezeichnet werden. In der vergangenen SH-Liga-Saison gelang den Stormarnern auswärts ein 7:0-Kantersieg, zu Hause ein ebenfalls deutlicher 5:0-Erfolg. Doch die einstige Festung Ernst-Wagener-Stadion scheint zumindest in dieser Saison etwas zu bröckeln. Nach dem „Pflichtsieg“ gegen Aufsteiger Oldenburg (2:0), unterlag der SVE dem Heider SV mit 1:2. Beim Heimauftritt gegen Altenholz „duselten“ sich die Eicheder nach einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung durch ein Last-Second-Tor von Ridel Monteiro (90.+5) zum verdienten, aber knappen 4:3-Sieg. Im Stormarner Tageblatt spricht der neue SVE-Kapitän und angehende Jurist Nico Fischer, der aktuell verletzt ist und parallel zum Fußball an seinem 1. Staatsexamen bastelt, über den Saisonstart, der mit Rang vier durchaus als gelungen zu bezeichnen ist, sein neues Amt, den kommenden Kontrahenten und Zukunftsvisionen.

 

Nico Fischer, wie „schmeckt“ Ihnen die neue Rolle als Kapitän des SV Eichede?

Die macht mir Spaß. Natürlich habe ich Zeit benötigt, um mich vom einst schon fast zu ruhigen Spieler jetzt zum Kapitän, der Verantwortung trägt und auch lautstark auf dem Feld agiert, zu wandeln. Ich glaube aber, das ist mir recht gut gelungen.

 

Gerade gegen Heide, den Preetzer TSV oder auch TSV Altenholz haben Sie und Ihre Mannschaft die Nerven der Zuschauer und auch von Coach Oliver Zapel reichlich strapaziert. Brauchen Sie diesen Kitzel?

Nicht wirklich; darauf hätten wir gerne verzichtet. Aber da wir immer gute Phasen haben, denen unerklärlicherweise wieder schlechte folgen, bleibt das nicht aus. Doch wir werden daran arbeiten, uns durch Rückschläge nicht verunsichern zu lassen.

 

Wo steht Ihrer Meinung nach das Team leistungsmäßig nach dem Umbruch und ohne einstige „Galionsfiguren“ wie ein Jan-Ole Rienhoff, Dennis Wagner oder Andre Kossowski?

Das weiß ich selbst noch nicht. Viele gestandene Spieler sind weg, neue, vor allem junge dafür dazu gekommen. Vom Potenzial her glaube ich, ist noch mehr möglich. Doch um das auch durch gute Ergebnisse zu untermauern, müssen wir unsere Leistungen auch einmal über die vollen 90 Minuten bringen.

 

Die Favoritenrolle in der SH-Liga hat Ihr Trainer schon vor der Spielzeit kategorisch abgelehnt. Sind Sie derselben Meinung, dass der SVE, trotz nur zwei Punkten Rückstand auf Platz eins, ganz oben nichts zu suchen hat?

Ich würde Oliver Zapel da zustimmen. Wir benötigen noch Zeit, damit gewisse Automatismen greifen. Deshalb schaue ich nur von Spiel zu Spiel, hoffe dass wir uns weiter festigen und entwickeln.

 

Aber was fehlt noch, um mit einem vermeintlichen Spitzenteam wie Eutin 08 mithalten zu können?

Grundsätzlich schauen wir nur auf uns. Und da fehlt uns im Augenblick noch die Souveränität, Abgeklärtheit und auch Erfahrung, um Gegentore besser wegzustecken. Auch taktisch gesehen sind noch ein paar Prozente mehr möglich. Aber das ist normal. Wir müssen uns alle erst finden und uns richtig kennen lernen.

 

Am Sonntag geht es im nächsten Heimspiel gegen den zuletzt schwächelnden TuS Hartenholm, der Ihnen zu liegen scheint. Eine dankbare Aufgabe?

Schaut man auf die Ergebnisse der vergangenen Saison, kann man das so sehen. Doch nicht nur bei uns, sondern auch in Hartenholm fand ein Umbruch statt. Deshalb sollte man das nicht miteinander vergleichen. Ich hätte aber kein Problem, wenn das wieder so deutlich ausgeht und wir zudem unseren Zuschauern eine schöne Partie bieten.

 

Infos zum Spiel

 

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Ernst-Wagener-Stadion.

Schiedsrichter: Timo Winkel (Flintbek).

Nicht dabei: Nico Fischer (Kapselriss), Dominic Ulaga (Bänderriss), Michael Löw (Adduktorenprobleme), Leonardo Evora, Julian Barkmann (beide Knieprobleme).

Voraussichtliche Aufstellung: Thomä – E. Monteiro, Bojarinow, Maltzahn, Krajinovic– G. Schubring – R. Monteiro, Janelt, M. Schubring – Lechler, Claus.

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