„Uns fallen immer neue Motive ein“

Die Damen der Patchworkgruppe aus Siek haben sechs schöne Quilts für das Kinderhospiz Sternenbrücke gearbeitet und kürzlich überreicht (v.l.): Ursula Schönrock, Margot Beckmann, Sabine Penner, Margrit Strycker, Sigrid Meyer.
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Die Damen der Patchworkgruppe aus Siek haben sechs schöne Quilts für das Kinderhospiz Sternenbrücke gearbeitet und kürzlich überreicht (v.l.): Ursula Schönrock, Margot Beckmann, Sabine Penner, Margrit Strycker, Sigrid Meyer.

Die Patchworkgruppe in Siek hat sechs schöne Quilts für das Kinderhospiz Sternenbrücke gearbeitet

shz.de von
29. Oktober 2014, 10:44 Uhr

Jeden Donnerstagmorgen rattern die Nähmaschinen, wird geschnitten, beraten, verziert und bestickt im Haus der Vereine: Die Damen der Patchworkgruppe kommen regelmäßig zusammen, um gemeinsam an großen Decken, im Fachjargon Quilts genannt, zu arbeiten. Aber auch Kissenhüllen und Wandbehänge, Topflappen und Taschen werden hergestellt. An Geschenkideen mangelt es den Damen jedenfalls nie. „Uns fallen immer wieder neue Motive ein“, erzählt Margot Beckmann, die schon fünf Jahre in der Gruppe mitwirkt. Es sei eine fröhliche Gruppe, man helfe sich gerne untereinander, berichtet sie.

Zum Start wird sich mit einem gemeinsamen Frühstück gestärkt, dann klappern bis zum Mittag mehrere Stunden intensiv die Nadeln. Einige bringen ihre Nähmaschinen mit, denn das Haus der Vereine mit den großen Tisch bietet mehr Platz als bei den meisten zu Hause.

Jetzt haben die Damen ein besonders schönen Termin gehabt. Zwei von ihnen besuchten das Hospiz Sternenbrücke in Hamburg und übergaben sechs schöne Decken für die Kinder und Jugendlichen. „Wir haben im vorigen Jahr einen Spendenaufruf gelesen und dachten, sie würden die Decken auf einem Basar verkaufen wollen. Aber die Kinder freuen sich über die schönen Decken, deshalb werden sie dort benutzt und bringen ein bisschen Fröhlichkeit ins Haus“, berichten die Patchworkdamen. Von der kleinen Decke mit Kindermotiven bis zu größeren Quilts für ältere Kinder und Jugendliche mit neutralen Motiven ist alles dabei. „Wir wurden sehr nett empfangen. Das Haus ist hell und freundlich gestaltet“, berichtet Ursula Schönrock, die bei der Übergabe dabei war. „Man hat uns erzählt, dass im Haus auch viel gelacht und gespielt wird.“ Zwölf Zimmer stehen für Familien zur Verfügung, etwa 170 Familien werden im Jahr betreut. Hier geht es nicht nur um das erkrankte Kind, sondern auch darum, dass die Eltern sich erholen können und Geschwisterkinder betreut werden.

Am 17. Mai 2003 wurde nach jahrelangen Vorarbeiten das Haus Sternenbrücke für unheilbar erkrankte Kinder und ihre Familien eröffnet. „126 Kinder sind in den vergangenen zehn Jahren ihren letzten Lebensweg in unserem Haus gegangen“, heißt es auf der Internetseite des Hospizes. (www.Sternenbruecke.de). Hier kann man auch nachlesen, wie man das Kinderhospiz selbst mit Geld- oder Sachspenden unterstützen kann.





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